Matt Haimovitz
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Matt Haimovitz

Violoncello

Schon lange ist Matt Haimovitz bekannt für seine ungewöhnlichen und spannenden Einspie-
lungen auf seinem eigenen Label Oxingale Records, die seit 2015 auch bei Pentatone ver-
öffentlicht werden. In diesem Sommer erscheinen gleich drei neue Aufnahmen des international renommierten Cellisten: „Tippet Rise Opus 2016| Domo“ mit Live-Einspielungen des gleich-
namigen Festivals (Pentatone), „Meeting of the Spirits“ mit Musik großer Jazz-Legenden wie Miles Davis, Ornette Coleman und Billy Strayhorn (Pentatone) sowie eine Aufnahme mit den beiden Partiten für Solo-Cello von Philip Glass, die anlässlich des 80. Geburtstags des Kom-
ponisten erscheint. Eröffnet wird die Aufnahme von der Partita Nr. 2, die Philip Glass bereits 2010 komponierte, die aber erst nach fünf Jahren während eines Besuchs von Matt Haimovitz wieder entdeckt wurde und nun endlich auf CD vorliegt (Orange Mountain Music).

Im Frühjahr 2017 war Matt Haimovitz für verschiedene Gastspiele nach Europa zurückgekehrt und präsentierte u.a. in der Villa Papendorf in Rostock, im Rahmen der Thüringer Bach-Wochen sowie auf Schloss Elmau eigens von ihm bei zeitgenössischen amerikanischen Komponisten in Auftrag gegebene Ouvertüren, die er den Bach’schen Solo-Cellosuiten voranstellte. Auch die „Overtures to Bach“ sind kürzlich bei Pentatone / Oxingale erschienen. Im Juni 2017 gastierte Matt Haimovitz mit Werken von Antonio Vivaldi, Franz Schubert und Vijay Iyer beim Deutschen Kam-
merorchester Berlin im Kammermusiksaal der Berliner Philharmonie sowie mit Isang Yuns Cellokonzert beim Bruckner Orchester Linz unter Leitung von Dennis Russell Davies.

Matt Haimovitz, 1970 in Israel geboren, begann seine Cellostudien im Alter von sieben Jahren
in Kalifornien bei Gabor Rejto. Sein Mentor Itzhak Perlman stellte ihn Leonard Rose vor, dessen Schüler an der Juilliard School in New York er 1983 wurde. 1984 spielte er bereits mit dem Israel Philharmonic Orchestra unter Leitung von Zubin Mehta. Weitere Konzerte mit Zubin Mehta folgten, u.a. 1986 mit dem New York Philharmonic sowie im Rahmen einer USA-Tournee des Israel Philharmonic Orchestra. Nachdem er den "Avery Fisher Career Grant Award" erhalten hatte, unterschrieb Matt Haimovitz im Alter von nur 16 Jahren einen Exklusiv-Vertrag mit der Deutschen Grammophon Gesellschaft, die sein Schallplatten-Debüt mit dem Chicago Symphony Orchestra unter der Leitung von James Levine präsentierte.

Seit 2004 unterrichtet der Ausnahme-Cellist auch als Professor an der McGill University in Montréal, Kanada, wo er heute zu Hause ist.

 

Westdeutsche Zeitung, 18. März 2013
"Im voll besetzten Großen Saal lauschen die Zuhörer zunächst dem h-Moll-Cellokonzert von Antonín Dvorák. Matt Haimovitz ist der Solist, und er besticht mit seinem Matteo Goffriller-Cello von 1710 mit exquisitem Ton und perfekter Spielweise. Unaufdringlich fügt er sich dem Orchesterklang ein. Das Ensemble hält sich angemessen zurück oder blüht auf, wenn es im Tutti-Klang schwelgen darf. Dirigent Toshiyuki Kamioka räumt dem Soloinstrument wie dem Orchester und seinen Solisten den nötigen Raum ein. Herrlich gelingt das weit schwingende »Adagio« mit seinem ausatmenden Schluss. Der „böhmische“ Ton des Konzerts ist durchgängig hörbar, vom Solisten mit vehementem Spiel mitgetragen."

Cincinnati.com, 1. April 2012
"On Friday night, the Cincinnati Symphony Orchestra and cellist Matt Haimovitz performed the world premiere of Glass’ Cello Concerto No. 2, 'Naqoyqatsi', a CSO commission based on his film score. On the podium was Dennis Russell Davies (...) Haimovitz’s cello entered against the tintinnabulation of a triangle. Through each of its movements, Haimovitz performed the expansive themes with emotion and timbre ranging from gritty to deeply beautiful. The cellist was given two exquisite solos. The first, 'New World', was a plaintive melody that Haimovitz performed with beautiful intonation in the upper register of his instrument against a shimmering cymbal. He found a sweet tone in his instrument for the second, 'Old World', performed against a simple motive in the harp ..."

Washington City Paper, 23. März 2012
"His [pianist Christopher O’Riley] latest release is his biggest and broadest yet: 'Shuffle.Play.Listen', a double album for which he teamed up with cellist Matt Haimovitz. The pair take on modern classical on the first disc (Stravinsky, Piazzolla, Janacek), and then modern pop on the second ..."

Westdeutsche Allgemeine Zeitung, 6. Dezember 2004
"... einer der derzeit besten Cellisten der Welt (...) Das Konzert dauerte erst drei Minuten, da war jedem klar, dass er eine Sternstunde der Musik erleben durfte (...) Matt Haimovitz scheint mit seinem Instrument auf die Welt gekommen zu sein, der Bogen und sein rechter Arm bilden eine natürliche Einheit (...) Am Ende hatte der beglückte Hörer den Eindruck, drei grundverschiedene Stücke gehört zu haben, jedes im Charakter unverwechselbar und einmalig. Was Haimovitz an Interpretation bot, grenzte an Zauberei. Kein Ton war leblos, keiner farblos, keiner überflüssig, langweilig oder alleine. Mit genialem Ausdruckswillen beseeelt verbanden sich die Töne zu Meldodien (...) Haimovitz überraschte immer wieder mit neuen Klangfarben."

Kölner Stadt-Anzeiger, 6. Dezember 2004
"'Phantastisch' war der Abend allein deswegen, weil Haimovitz die Suiten mit geradezu außerirdischer Griff- und Bogentechnik vom ersten Päludium bis zur letzten Gigue mit fast konstanter Kraft, Konzentration und Musikalität beherrschte. Und das, obwohl die technischen Schwierigkeiten mit steigender Werkzahl bis zur Beinahe-Unspielbarkeit zunehmen. Als 'einfach himmlisch' mußte man empfinden, wie sich der Künstler dem Bach'schen Oeuvre näherte. (...) Haimovitz beherrscht sein Cello mit unglaublicher Eleganz und Souveränität. So gelingt es ihm, hörbar und sichtbar losgelöst von allen technischen Sorgen, Musik mitzuteilen. Sein Bachverständnis ... ist lebendig und mitreißend, trotz aller Disziplin nicht von mathematischer Strenge ..."

Rheinische Post, 6. Dezember 2004
"Er spielte äußerlich völlig unprätentiös; wie er Bachs Solosuiten erzählte, war allerdings eine Offenbarung. (...) Nicht nur, dass jede von ihnen klanglich ganz anders gefasst war, sie waren auch im Gestus vollkommen verschieden und mit größter Sorgfalt erzählt. Jeder Ton wurde zu einer beeindruckenden Persönlichkeit ..."

Frankfurter Allgemeine Zeitung, 8. Juli 2004
"... der noch vom letzten Jahr in guter Erinnerung gebliebene Cellist Matt Haimovitz und sein Pianist Itamar Golan ... Ihr perfektes Zusammenspiel ließ vom ersten Mo-ment an keinen Zweifel darüber, daß sie den zeitlich groß dimensionierten Werken (...) immer gewachsen waren. (...) Haimovitz und Golan verstanden es mit großem intellektuellem und künstlerischem Einfühlungsvermögen und spieltechnischem Können, die klangliche Schroffheit, das grell schillernde Ausdrucksspektrum, die bizarren Figurationen (...) plastisch in den für solche subtile Musik und kleine Besetzung manchmal auch zu großen Metternich-Saal zu stellen."

 Frankfurter Rundschau, 8. Juli 2004
"Der Schlusssatz der Arpeggione-Sonate lebte (...) erneut auf im großen, prachtvollen Ton des Cellisten, der sich hier im Largo entfalten durfte... Golan war immer auf der Höhe und wuchs technisch brillant über die Begleiterfunktion hinaus. Er trug entscheidend dazu bei, daß dieses Duo so frisch und unverbraucht wirkt (...). Ein mitreißender Abend ..."

Marburger Neue Zeitung, 3. März 2004
"Ein ganz besonderes musikalisches Erlebnis bot Matt Haimovitz dem Marburger Konzertpublikum mit den sechs Suiten für Violoncello von Johann Sebastian Bach. Technisch brillant und ungemein ausdrucksvoll spielend begeisterte er (...) Denn wie leicht er die etlichen gebrochenen Akkorde dieses Stückes spielte, immer die schlichte Schönheit derselben betonend (...) ließ auch die Zuhörer in die Tiefe der Bachschen Kunst versinken. (...) Heftiger Beifall und stehende Ovationen würdigten diesen großen Auftritt ..."

Gießener Anzeiger, 2. März 2004
"... einer, der leise, aber schier einzigartig hochmusikalisch daherkommt: Matt Haimovitz (...) Welch ein Ausnahme-Cellist stand hier beim Marburger Konzertverein auf der Bühne! (...) Haimovitz begibt sich auf die Suche nach dem intentionalen Gehalt, der in diesem Werk stecken kann; es ist eine Reflexion über Bach, paraphrasierend und hochgradig intellektuell."

Oberhessische Presse, 1. März 2004
"Es gibt Erlebnisse, die hat jeder Musikfreund nur einmal. Dazu zählt eine Aufführung aller sechs Suiten für Violoncello solo von Johann Sebastian Bach an einem Abend. (...) Live wagen sich an diesen fast dreistündigen Marathon nur wenige Virtuosen. Einer von ihnen ist Matt Haimovitz. (...) Sein Marburger Exklusivkonzert erhielt schon deshalb den Charakter des Besonderen. Aber auch in musikalisch-künstlerischer Hinsicht besaß dieses Konzert Ausnahmerang. Die 740 Zuhörer, die das Glück hat-ten, dabei zu sein, werden noch Jahre später davon schwärmen. (...) dem in sich gekehrten, schnörkellosen und klaren Spiel von Haimovitz, das über jeden tech-nischen Zweifel erhaben ist. (...) Welch eine Gedächtnisleistung: die sechs Suiten auswendig zu spielen!"

Kölner Stadt-Anzeiger, 11. November 2003
"Die Interpretation des (...) Cellisten mit seinem kongenialen Klavierpartner enthielt eine spannenede Klangrede, die von Anfang bis Schluss gefangen nahm. Haimovitz, Schüler des legendären Leonard Rose, der bereits mit jungen Jahren Exklusivkünstler der Deutschen Grammophon Gesellschaft war, bewies mit makelloser, jedoch eigenwilliger Technik und blühendem Ton (...), dass dieser frühe Ritterschlag seine absolute Bererchtigung hatte. Der weltweit gefragte Kammermusikpartner Golan ergänzte mit wissendem Spiel um Form und individuelle Begleitung perfekt die emotionalen Kurven des Soloparts (...) Ein denkwürdiger Abend und eine Sternstunde für den Erftkreis-Zyklus."

San Francisco Chronicle, November 2003
"Reinventing the classical recital for the new millennium."

 

Hörprobe