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Ingrid Haebler

Klavier

Sie kam in Wien zur Welt - und das war wohl führende Vorsehung und Programm für ein ganzes Leben. Studiert hat Ingrid Haebler in Wien und Salzburg, hier bei Heinz Scholz, an den sie noch dankbare Erinnerungen hegt - lernte sie doch bei ihm Mozart zu spielen. Weitere Studien betrieb sie bei Nikita Magaloff und Marguerite Long.

Ingrid Haeblers Karriere begann 1954, als sie in Genf den Internationalen Schubert-Wettbewerb und in München den ARD-Wettbewerb gewann. Seitdem ist sie, wie man so sagt, im weltweiten Konzertleben zuhause und hat auf allen Kontinenten konzertiert - mit den großen Orchestern dieser Welt, unter den großen Dirigenten unserer Zeit. Zuletzt feierte sie im New Yorker Lincoln Center im Rahmen des Mostly Mozart Festivals 1995 und 1997 wahre Triumphe, ganz abge-
sehen von ihren jeweils im Herbst stattfindenden jährlichen Konzertreisen nach Japan.

Als "stille Sensation" empfanden die Salzburger Nachrichten ihre Konzerte im Rahmen der Salzburger Festspiele 1998, im Herbst 1998 begeisterte sie als Solistin des Oslo Philharmonic Orchestra unter Leitung von Sylvain Cambreling, und ihre jüngsten Konzerte im August und November 2005 in Bonn, Amsterdam, Leverkusen und Wuppertal wurden vom Publikum mit standing ovations und von der Presse mit enthusiastischen Kommentaren gefeiert: "Die Mozart-Sonne – Die Tonkunst der Ingrid Haebler strahlte und wärmte" – so Gerhard Bauer im Kölner-Stadt-Anzeiger.

Jeder Musikfreund weiß, daß Ingrid Haebler zahlreiche (oder zahllose, wie man's nimmt) Schall-
platten aufgenommen hat, mit Werken der Wiener Klassik zumal, mit Mozart und Schubert als Zentrum ihres künstlerischen Wirkens. Viele ihrer Aufnahmen wurden mit grossen Schallplatten-
preisen ausgezeichnet. Ingrid Haebler hat nicht nur sämtliche Mozart-Klavierkonzerte aufge-
nommen, sondern auch alle Schubert-Sonaten. Ihre Neu-Einspielung aller Mozart-Sonaten auf CD wurde mit internationalen Preisen ausgezeichnet. Der Pariser "Figaro" titelte in diesem Zusammenhang: "Madame Mozart"!

Frankfurter Allgemeine Zeitung, 20. Juni 2006
"Wer Ingrid Haebler über die Jahrzehnte immer wieder in Konzerten oder Kammermusikabenden erleben durfte, war beeindruckt von der Klarheit und Lebendigkeit ihres Mozart- Haydn-, Schubert- und Schumannspiels.(...) Expressivität und spielerische Brillanz fanden sich in oft bestrickender Balance. Haeblers Mozartspiel zeichnete sich durch feine innere Gespanntheit und Gelassenheit aus, aber auch durch eine Weite des Gefühls, die den Komponisten mit seiner Ausdrucksmacht ins nächste Jahrhundert verwies, ohne dabei die stilistischen Grenzen zu verletzen: auch dies ein perfekter Balanceakt."

Kölner Stadt-Anzeiger, 8. November 2005
"Doch erst wem es dann noch gelang, diesem struktur-strengen Ernst eine sanfte Poetisierung zu schenken oder Akzente als gleichsam halbe Ausrufungszeichen mitten im Satz zu setzen, wem dies also gelang, der war im Mozart-Kosmos eine Sonne. Als Ingrid Haebler im Erholungs-
haus nun einen Klavierabend mit Werken von Mozart gab, da leuchtete, strahlte und wärmte ihre Kunst wie eh und je. (...) Es war ein wissendes Mozart-Spiel der geistigen Größe und seelischen Reife, eine Sensation der Stille. Und weil solche Sensationen in unserer Zeit immer seltener werden, muss unser Dank umso inniger, wenngleich auch um so hilfloser, ausfallen. Aber wie könnte es im Angesicht der Ewigkeit schon anders sein."

Taunus Zeitung, 20. September 2005
"Am Flügel unterstrich Ingrid Haebler den schmeichelhaften Charakter des Konzertes. Mit sanfter und behutsamer Tongebung brillierte sie besonders im Binnensatz, den sie mit spannungs-
reichen und zart gestalteten Melodiebögen gestaltete. In den Ecksätzen knüpfte sie an alte Tradi-
tionen an, klassische Werke nicht zu temperamentvoll anzugehen."

Nieuwe Rotterdamsche Courant Handelsblad, 30. August 2005
"Piano-Legende Haebler spielt Mozart mit Liebe! (...) Sie ist eine Koryphäe aus lange vergan-
genen Jahren und inzwischen eine Legende. (...) Und das hört man an ihrem graziösen, ein-
fühlsamen Spiel, woraus auch ihre warme Persönlichkeit hervortritt. Äußerlichkeiten sind nicht von Belang, Haebler erkundet die innere Seele der Musik mit liebevoller Andacht für Struktur und Klang."

Trouw, 31. August 2005
"Ihr Mozart-Spiel hat noch nichts an Klarheit eingebüßt und scheint an Aussagekraft nur zuge-
nommen zu haben in den vergangenen 25 Jahren. (...) Im ersten Teil wußte Ingrid Haebler mit wenigen Mitteln viel musikalische Effekte zu erzielen. Die Balance mit dem klar und leicht spielenden Orchester war großartig. Im Largetto war die Einfachheit von Haeblers Einsatz ergreifend."

 

Hörprobe