Christoph Schoener
* Generalmanagement
Vertretungen in Deutschland und
weiteren europäischen Ländern
sind nicht gekennzeichnet.

Christoph Schoener *

Orgel

ECHO Klassik 2016 in der Kategorie „Audiophile Mehrkanaleinspielung des Jahres“

Als Kirchenmusikdirektor an der Hauptkirche St. Michaelis - Hamburgs Wahrzeichen und einer der bedeutendsten Orte evangelischer Kirchenmusik - zählt Christoph Schoener zu den pro-
filierten Kirchenmusikern seiner Generation. Ungeachtet seiner Verpflichtungen als Leiter des Chores St. Michaelis und als Dirigent zahlreicher Oratorienaufführungen gelingt es ihm, seine in jungen Jahren begonnene Laufbahn als konzertierender Organist gleichrangig fortzusetzen. Dabei bilden die Orgelwerke von Johann Sebastian Bach, dessen Gesamtwerk er mehrfach aufführte, und Werke der Deutschen Romantik einen deutlichen Schwerpunkt.

1953 in Heidelberg geboren, studierte er an der Staatlichen Hochschule für Musik in Freiburg/ Breisgau bis zu seinem A-Examen und dem abschließenden Solistendiplom im Fach Orgel. Sein Lehrer Ludwig Doerr, dessen Assistent er schließlich wurde, verschaffte ihm den damals in Deutschland noch spärlichen Kontakt zur historischen Aufführungspraxis ohne Vernachläs-
sigung des orgelsymphonischen Repertoires, seine Klavierlehrer Carl Seemann und Edith Picht-Axenfeld weiteten den Blick über den Bereich der Kirchenmusik hinaus.Ein Stipendium der Studienstiftung des Deutschen Volkes ermöglichte ihm ein Studienjahr bei Gaston Litaize in Paris, welches später bei Ewald Kooiman in Amsterdam seine Fortsetzung fand.

In diesen Jahren begann auch Christoph Schoeners internationale Konzerttätigkeit. Über seine Konzerte in vielen deutschen Städten hinaus war er in zahlreichen Kathedralen und Konzertsälen Europas und der USA zu Gast, beispielsweise in Zürich, Basel, Bern, Paris, Antwerpen, Kopenhagen, Stockholm, Oslo, Riga, St. Petersburg, Reykjavik, Warschau, Prag, auch in Jerusalem und Tel Aviv. Im Rahmen zahlreicher Konzerte im Sommer 2016 gastiert Christoph Schoener u.a. beim Schleswig-Holstein Musik Festival.

Zahlreiche Rundfunkaufnahmen und CD-Einspielungen mit Werken von Bach, Mendelssohn, Liszt, Reger, Reubke, Vierne und Widor dokumentieren Schoeners ausdrucksstarkes Orgelspiel.

Bis zu seiner Berufung an die Hauptkirche St. Michaelis in Hamburg im Jahr 1998 war Christoph Schoener Kantor und Organist an der Bielertkirche Leverkusen-Opladen, Leiter des Leverkuse-
ner Bach-Chores und der Konzertreihe „Internationales Orgelforum“ sowie einer Orgelklasse an der Robert Schumann-Hochschule Düsseldorf. Von 1991 bis 1996 übernahm er zusätzlich das Amt des Landeskirchenmusikdirektors der Evangelischen Kirche im Rheinland. 2004 war Christoph Schoener künstlerischer Leiter des 79. Bach-Festes der Neuen Bach-Gesellschaft Leipzig in Hamburg. Ferner hatte er Lehraufträge für Orgel an der Musikhochschule Köln sowie an der Hochschule für Musik und Theater "Felix Mendelssohn Bartholdy" in Leipzig inne.

Für die Aufnahme sämtlicher Orgeltoccaten von Johann Sebastian Bach an den vier Orgeln der Hauptkirche St. Michaelis in Hamburg wurde Christoph Schoener mit dem ECHO Klassik 2016 in der Kategorie „Audiophile Mehrkanaleinspielung des Jahres“ ausgezeichnet.

 

Ruhrnachrichten, 15. November 2011
„Zum letzten Mal im Jahr 2011 erklang am Sonntagabend die Orgel im Auditorium maximum der Ruhr-Universität (...) Unter dem Titel 'Jubilare 2011' verzückte Schoener das Publikum mit Wer-
ken von Franz Liszt, Jehan Alain und Alexandre Guilmant (...) Mit Schoener trat ein unauffällig wirkender Mann an den Spieltisch inmitten des Audimax. Doch sobald seine Finger an den Tasten und seine Füße auf den Pedalen lagen, zeigte sich die Hingabe, mit der der gebürtige Heidelberger die Orgel spielt. Von seinem Können und seiner Technik ganz zu schweigen (...) 
Mit ernster Miene und hochkonzentriert entlockte er der Klais-Orgel die volle Bandbreite ihrer Klänge."

Westdeutsche Allgemeine Zeitung, 15. November 2011
„Christoph Schoener spielte ein überwältigendes Konzert zum Abschluss der 'Klangwelten'-Reihe im [Bochumer] Audimax. So klingt es also, wenn einer an der Orgel pianistisch denkt: 
Geschüttelte Oktaven, Dreiklänge 'rauf und runter' (...) Der Hamburger Organist Christoph Schoener setzte einen klaren Liszt-Schwerpunkt (...) Das Publikum bedankte sich mit begeister-
tem Applaus für Schoeners mitreißendes Spiel."

Westdeutsche Allgemeine Zeitung, 7. Oktober 2009
„Zum Auftakt der neuen 'Klangwelten'-Saison wurde im Audimax der Ruhr-Uni Bedeutendes ge-
boten: Christoph Schoener spielte eine Neuinterpretation des berühmten Orgelkonzertes von Felix Mendelssohn-Bartholdy in der Leipziger Thomaskirche 1840 (...) An der großen Klais-Orgel transportiert Schoener exquisit die hohe Emotionalität des von Mendelssohn zusammengestell-
ten Programmes. (...) Schwungvoll, getragen von einer filigranen Leichtigkeit geht es ins Praelu-
dium; virtuos, doch ohne die charakteristische Lockerheit zu übertönen, leitet der Organist ein in den Abend.(...) Nach der Pause das eindringliche Passacaglia in c-moll, die überzeugende Dar-
bietung der Pastorella in F-dur. (...) Dann die 'Freie Fantasie' Mendelssohns, heute als Fuge in B-dur verzeichnet: ein würdiger Abschluss. Großer Applaus für Schoeners Interpretation eines legendären Konzertes."

Badische Zeitung, 2. Juli 2009
„Jetzt brachte Christoph Schoener diese Sonate mit ihrer Mehrsätzigkeit in der Einsätzigkeit ins Freiburger Münster. Und zwar so, wie sie angefasst werden muss: hoch virtuos und hoch emo-
tional. Beim Hamburger Michel-Musikchef spürte man die Erfahrung im deutsch-romantischen Genre, vor allem die in Sachen Liszt. Ohne ins Epigonale abzudriften, sind Bezüge zu dessen 'Ad nos'-Fantasie aus demJahr 1850 in der Sonate des Liszt-Eleven unverkennbar. Vom Hauptspiel-
tisch aus wies Schoener den einzelnen Münsterorgeln bei Reubke die Aufgaben zu. Als versierter stilkundiger Dramaturg und Gebieter über eine breite, durch die kraftspendende Michaelsorgel wunderbar erweiterte Klangpalette tat er’s. Ohne das neue Metzler-Instrument auf der Westem-
pore wären manche Reserven nicht zu entfesseln gewesen. (...) An der barock gestalteten Schwalbennestorgel erklangen die Variationen der Bach’schen Passacaglia nicht als aufregi-
strierte, aus dem Leisen herauswachsende romantisierte Andachtsübung, sondern historisch informiert: imForte als Präludium in Passacaglienform plus Fuge. Somit beschritt Schoener hier einen gänzlich anderen Weg als einst sein Freiburger Lehrer Ludwig Doerr. Und das Resultat
überzeugte."

Die Welt
„Man möchte Christoph Schoener in diesen Tagen einen wahrhaft glücklichen Mann nennen. Denn Kirchenmusikdirektor von Hamburgs Wahrzeichen zu sein, heißt ja, in der Nachfolge Telemanns und Carl Philipp Emanuel Bachs zu stehen, und eine große Tradition fortzuschrei-
ben, die der Verkündung des Evangeliums mit den Mitteln der Musik dient. Diese Mittel wollen jedoch immer wieder neu erworben, gepflegt und mit Leidenschaft belebt werden."

Süddeutsche Zeitung
„Christoph Schoener spielte die "Orgelmesse“ mit einer Durchsichtigkeit und Transparenz, die keine Wünsche offen ließ: Bachs bis ins kleinste Detail durchstrukturierte Architektur lag da wie ein aufgeschlagenes Buch, Schoener überließ keine einzige Artikulation dem Zufall. Trotzdem wirkte seine Interpretation alles andere als konstruiert - Im Gegenteil: sein Spiel lebte von einer höchst selten anzutreffenden Sinnlichkeit und Emotionalität. Seinen Namen sollte man sich merken, denn er schafft das, was einen großen Musiker ausmacht: Sein Spiel berührt den Menschen, die "Gemüths -Ergezung“ gelingt ihm überzeugend, um nicht zu sagen: perfekt."

Mannheimer Morgen
„Es ist vor allem die Synthese aus Rationalität und Emotionalität, die Schoeners Interpretations-
weise ihren Nachdruck verleiht und ihr das Gütesiegel künstlerischer Kompetenz aufdrückt. So geschliffen, so unbeirrt und auf das Wesentliche konzentriert möchte man Bach öfters hören!"

Ars Organi
„Christoph Schoener weiß die Orgel ganz stilgerecht zu behandeln und spielt Reger nicht al fresco, sondern höchst subtil in den expressiven Teilen, mit gehöriger Verve, aber immer plastisch in den kraftvollen Passagen."

Fono Forum
„Er vertieft sich min bemerkenswerter Intensität in diese oft unterschätze Musik (Mendelssohn Sonaten op.65). Das führt zu einer genauen, durchdachten und sensiblen Interpretation."

Rheinische Post
„Glänzende virtuose Leistungen waren die bizarren Groteskerien des Scherzo, aber vor allem die Ecksätze Introduction-Allegro und Final (Vierne, 6. Symphonie). Harte, strahlend schöne Musik, die Nüchternheit und Expressivität in einer Weise verbindet, die Schoeners musikalischem Temperament anscheinend sehr entsprach."

musica sacra
„Planvoll und bis ins kleinste Detail durchdacht zeichnet sich sein Bachspiel durch eine klare Linie und große Stringenz aus. Artikulation und Agogik sind durchgängig sehr differenziert ausgearbeitet, was zusammen mit der nur als brillant zu bezeichnenden Perfektion Schoeners die 5. Triosonate oder Praeludium und Fuge D-Dur zu wahren Höhepunkten werden läßt."

Westdeutsche Zeitung
„Mit einer atemberaubenden Selbstverständllichkeit verstand er es, kolossale Klanggemälde zu kreieren. Gerade bei Liszts monumentalem Werk („Ad nos, ad salutarem undam“) demonstrierte er die reichhaltigen Klangmöglichkeiten der Orgel, die Schoener in hochdramatischer Manier voll ausschöpfte."

Mannheimer Morgen
„Er ist ein Künstler, in dessen Spiel sich das Gespür für formale Logik mit lebhaftem gestalte-
rischen Temperament verbindet. Schoener findet die Balance zwischen Genauigkeit, ja Akura-
tesse im Detail und dem weiten Atem, den gerade die zyklopische Architektur Bachs braucht."

Kölner Stadt-Anzeiger
„Schoener gelingt eine zwingende Mischung aus glanzvoller virtuoser Attitüde und analytischer Durchsichtigkeit der motivisch eng verzahnten Formteile (Reubke)."

Rhein-Neckar-Zeitung
„Alles ist in bestem Lot in seinem Spiel, sein Musizieren wirkt sehr ausgeglichen, von überlege-
ner Übersicht und überlegter Gestaltung. Seinem Bach-Spiel bekam dies ausgezeichnet. Eine Virtuosität, die sich nicht gleich zum Effekt veräußerte, wohl aber Stringenz und zügige Spannkraft zu entwickeln wußte. Deutlichkeit aller Verläufe ist gleichfalls ein Wesensmerkmal von Schoe-
ners Spiel."

Leipziger Volkszeitung
„Christoph Schoener leitete die neue Saison der Orgelanrechtskonzerte des Gewandhauses ein. Der vielseitig und anregend wirkende Künstler zeigte sich als ein Gestalter, dem analytisches Durchdringen jedes Werkes und genaue Kenntnis der historischen Aufführungspraxis als Vor-
aussetzung für stilsicheres und zugleich lebendiges Musizieren dienen."

Sonntag, 20. August 2017, 16 Uhr
Königslutter, Kaiserdom

"Antipoden"
Johannes Brahms: Variationen d-moll op. 18 b
(Orgelfassung Manuel Gera)
Robert Schumann: Skizzen für den Pedalflügel op. 58
Franz Liszt: Evocation à la Chapelle sixtine
Franz Liszt: Variationen über den Basso continuo
des 1. Satzes der Kantate"Weinen, Klagen, Sorgen, Zagen"
und des "Crucifixus" aus der Messe h-moll von J. S. Bach

Sonntag, 27. August 2017, 20 Uhr
Graz (A), Dom

Johann Sebastian Bach: Toccata D-dur (Orgelfassung Max Reger)
Robert Schumann: Skizzen für den Pedalflügel op. 58
Johannes Brahms: Variationen und Fuge über ein Thema
von Georg Friedrich Händel op. 24 (Orgelfassung Rachel Laurin)

Mittwoch, 30. August 2017, 19 Uhr
Hamburg, Hauptkirche St. Michaelis

Max Reger: Fantasie über den Chral
„Ein feste Burg ist unser Gott“ op. 27
Franz Liszt: Evocation a la Chapelle Sixtine
Johannes Brahms: Variationen und Fuge
über ein Thema von Händel op. 24
(Orgelfassung Rachel Laurin)

Mittwoch, 18. Oktober 2017, 19 Uhr
Saarbrücken, Stiftkirche St. Arnual

Johann Sebastian Bach: Toccata c-moll BWV 911
(Orgelfassung Max Reger)
Concerto in G BWV 592 nach Johann Ernst
Prinz von Sachsen Weimar
Felix Mendelssohn Bartholdy: Praeludium und Fuge
B-dur op. 35,6 (Orgelfassung Christoph Bossert)
Johannes Brahms: Variationen und Fuge über ein
Thema von Händel op. 24 (Orgelfassung Rachel Laurin)

Samstag, 4. November 2017, 20.45 Uhr
Meolo/Venedig (I), Chiesa di San Giovanni Battista

XII Festival organistico internazionale Meolo 2017
Johann Sebastian Bach: Praeludium und Fuge D-dur BWV 532
Aria variata alla maniera italiana BWV 989
Johannes Brahms: Präludium und Fuge g-moll op. posth.
Drei Choralvorspiele aus op. 122
Felix Mendelssohn Bartholdy: Thema mit Variationen D-dur
Präludien und Fugen aus op. 35 Nr. 5 f-moll und Nr. 6 B-dur

Samstag, 18. November 2017, 18 Uhr
Hamburg, Hauptkirche St. Michaelis

"Bach und Luther"
Johann Sebastian Bach:
III. Teil der Clavierübung „Orgelmesse“
Gesamtaufführung

Sonntag, 21. Januar 2018, 18.30 Uhr
Rom (I), Chiesa di Sant'Antonio dei Portoghesi

Johann Sebastian Bach: Toccata D-dur
(Orgelfassung Max Reger)
Felix Mendelssohn Bartholdy: Präludien und
Fugen aus op. 35 f-moll Nr. 5 und B-dur Nr. 6
Johannes Brahms: Variationen und Fuge
über ein Thema von Händel op. 24
(Orgelfassung Rachel Laurin)

Hörprobe