Duo Brillaner
Foto: Felix Broede
* Generalmanagement
Vertretungen in Deutschland und
weiteren europäischen Ländern
sind nicht gekennzeichnet.

Duo Brillaner - Shirley Brill
und Jonathan Aner

Shirley Brill, Klarinette
Jonathan Aner, Klavier

1999 gründeten Shirley Brill und Jonathan Aner das Duo Brillaner. Beide Musiker stammen aus Israel und sind nicht nur auf dem Konzertpodium ein Paar. Das Duo gab bereits zahlreiche Kam-
mermusikabende in Deutschland (Berliner Philharmonie, Schleswig-Holstein Musik-Festival, Rheingau Musik Festival, Internationales Lübecker Kammermusikfest, Musik-Festtage Frankfurt/
Oder, Heidelberger Frühling), Frankreich (Festival de Radio France, Montpellier), Dänemark (Louisiana Museum), Russland, England, der Schweiz, Asien, Australien, Kanada, den USA sowie in Israel. 2008 fand das erfolgreiche Debüt in der Carnegie Hall in New York statt. 

Das Duo Brillaner erhielt ein Stipendium des Amerika-Israel Kulturvereins und der Ronen-Stif-
tung. 2003 belegte es den ersten Platz beim Wettbewerb um den 40. Possehl-Musikpreis. Die Debüt-CD des Duos erschien im Juni 2005. Im Herbst 2009 folgte eine weitere CD mit franzö-
sischen Miniaturen für Klarinette und Klavier, die international ein hervorragendes Presseecho fand. Im Mai 2010 wirkte das Duo Brillaner mit großem Erfolg bei der Uraufführung eines neuen Werkes von Atac Sezer im Rahmen der MusikTriennale Köln mit.

SHIRLEY BRILL

Shirley Brill wurde 1982 in Israel geboren und war Absolventin des Young Musician Department des Jerusalem Music Centre. Ihre erste Ausbildung erhielt sie bei Yitzhak Katzap, anschließend studierte sie bei Sabine Meyer an der Musikhochschule Lübeck sowie bei Richard Stoltzman am New England Conservatory in Boston.

Shirley Brill gewann zahlreiche Wettbewerbe, darunter den Wettbewerb des Israelischen Rund-
funks in Jerusalem, den Internationalen Klarinettenwettbewerb in Madeira, den New England Conservatory Wettbewerb, den Sonderpreis des ARD-Musikwettbewerbs 2003 in München sowie den Internationalen Klarinettenwettbewerb Markneukirchen. 2007 ging sie aus dem Concours de Genève unter 133 Mitbewerbern aus 35 Ländern als Siegerin hervor. Im Oktober 2010 nahm sie als Mitglied des West-Eastern Divan Orchestra den Preis des Westfälischen Friedens in Münster entgegen.

Ihre solistische Karriere begann Shirley Brill mit dem Israel Philharmonic Orchestra unter der Leitung von Zubin Mehta. Im Juni 2008 debütierte sie als Solistin mit dem Deutschen Sympho-
nieorchester Berlin in der Berliner Philharmonie mit Webers erstem Klarinettenkonzert. Darüber hinaus konzertierte sie u.a. mit dem Jerusalem Symphony Orchestra, den Lübecker Philhar-
monikern, der Neuen Philharmonie Westfalen, dem neuen Kammerorchester Potsdam, dem Genfer Kammerorchester sowie dem Kurpfälzischen und Bayerischen Kammerorchester. Im August 2011 spielte sie mit großem Erfolg Mozarts Klarinettenkonzert mit den Hamburger Symphonikern unter Leitung von Jeffrey Tate. Ferner gastierte sie im Rahmen der Feierlichkeiten zum 25-jährigen Jubiläum in der Kölner Philharmonie. Konzertreisen führten sie u.a. nach England, Frankreich, Kanada, Asien, Australien, Russland, Dänemark, Belgien, in die USA, die Schweiz, die Türkei sowie in ihr Heimatland Israel. Ferner ist sie regelmäßig zu Gast bei inter-
nationalen Musikfestivals, u.a. in Davos, Ljubljana, Montpellier oder bei der Schubertiade in Hohenems, sowie bei Festivals in Deutschland (u.a. Schleswig-Holstein und Rheingau Musikfestival, Heidelberger Frühling, Festival "Spannungen" von Lars Vogt).

Shirley Brill ist auch mit der Aufführung von Werken der Neuen Musik vertraut und arbeitete be-
reits mit zahlreichen führenden zeitgenössischen Musikern wie Zsolt Nagy, Stephen Drury und Diethelm Jonas zusammen. Durch ihre eigenen Transkriptionen hat sie das Repertoire für Klarinette erweitert, u.a. durch die Rekonstruktion einer Klarinettensonate von Johann Wilhelm Wilms, die im April 2011 ihre Uraufführung erlebte.

Sie musiziert regelmäßig mit Musikern wie Daniel Barenboim, Sabine Meyer, dem Borromeo String Quartet, Jerusalem String Quartet, Esprit Trio und dem Trio di Clarone.

Darüber hinaus widmet sich Shirley Brill der Lehrtätigkeit. So unterrichtete sie u.a. im Rahmen des Yellow Barn Festivals (USA) und gab Meisterkurse in Australien (Melbourne University, Australian National Academy of Music), Kanada (University of Manitoba), Italien, Tschechien, der Schweiz und Israel. Zum Wintersemester 2012 wurde sie als Professorin für Bläserkammer-
musik an die Hochschule Hanns Eisler in Berlin berufen. Sie ist Stipendiatin der America-Israel Cultural Foundation sowie der Ronen-Stiftung. 

JONATHAN ANER

Jonathan Aner ist als Solist mit Israels führenden Orchestern aufgetreten, u. a. mit dem Israel Philharmonic Orchestra unter Leitung von Zubin Mehta. Er ist Preisträger des Internationalen Cittá di Senigallia Wettbewerbs in Italien und gewann den Julius Katchen Award.

Als Mitglied des Oberon-Klaviertrios, das aus dem Tel Aviv-Trio hervorging, gewann er den Mel-
bourne International Chamber Music Competition, den Vittorio Gui Wettbewerb in Italien sowie den Joseph Joachim-Wettbewerb in Weimar. Das Trio hat in Israel und vielen weiteren Ländern gespielt, u.a. im Auditorium du Louvre in Paris, in der Wallace Collection in London, im Yamaha Centre in New York, in Russland, Südost-Asien und Australien.

Jonathan Aner musizierte darüber hinaus mit Tabea Zimmermann und Michael Tree. Sein Stu-
dium absolvierte er bei Arie Vardi an der Musikhochschule Hannover und bei Konrad Elser an der Musikhochschule Lübeck.

Zum Herbst 2010 trat Jonathan Aner eine Professur für Kammermusik an der Hochschule für Musik Hanns Eisler in Berlin an.
 

 

Marler Zeitung, 18. November 2013
„Die Klarinettistin Shirley Brill und der Pianist Jonathan Aner stammen beide aus Israel - und bilden nicht nur künstlerisch ein Paar. Beide musizierten im TM im seelenverwandten Gleichklang miteinander - und lieferten dabei spannende Schlaglichter auf die Kultur ihres Heimatlandes. Denn darum soll es ja gehen in der Konzertreihe "The Jewish Touch." Jonathan Aner zeigte sich zudem als unterhaltsamer Moderator, der seinem Publikum gute Hintergrundinfos für ein verstehendes Hören gab. (...) Ein Spätwerk ist hingegen Brahms Sonate f-Moll opus 120. Auch hier musiziert das Duo sehr leidenschaftlich, aber setzt auch auf tiefe Verinnerlichung in oft sehr grüblerischer Tonsprache (...) Simeon Bellison hat in seinen 'Vier Hebräischen Melodien' verschiedene Traditionals zu virtuosen Kammermusikstücken ausgearbeitet. Entsprechend enthusiastisches Musikantentum im rauen Klezmer-Sound entfesselt Shirley Brills auf ihrem Instrument, in ihrem intensiven Ton lebt ohnehin so viel Ekstase und Lebensfreude. Dazu tanzen und überschlagen sich die Rhythmen unter den Jonathan Aners Händen auf den schwarzen und weißen Tasten."

Kölner Stadt-Anzeiger, 30. Oktober 2012
 „Wie aus dem Nichts taucht der erste Ton auf. Zart, schlicht, ohne Pathos, dennoch intensiv schwebt die Melodie durch den Raum. Die Klarinette singt, das Piano liefert den hauchzarten Teppich, bevor der erste Satz an Tempo gewinnt. Bereits der Einstieg in den Abend mit Camille Saint-Saëns’ Klarinettensonate Es-Dur offenbart, welche Facetten das Blasinstrument auf der einen, welch musikalische und technische Souveränität die Musiker auf der anderen Seite zu bieten haben (...) Mit Saint-Saëns’ Sonate hatten sie zugleich ein Meisterwerk der Klarinettenliteratur ausgewählt, das nur allzu gut geeignet war, die Zuhörer im intimen Raum von Anbeginn an zu betören. Da gab sich die junge Israelin kraftvoll den energischen Momenten hin. Voller Esprit und mit technischer Versiertheit wurde sie Witz und Verspieltheit des Werkes gerecht. Feinfühlig, intensiv, weitab vom Schwülstigen versank sie im hauchzarten Pianissimo. Der todernste dritte Satz verschlug nahezu den Atem, bevor im letzten - wie wunderbar - das Anfangsthema wiederkehrte und zunächst niemand zu klatschen wagte (...)  Ansonsten wurde zusammen geatmet, ohne sich auch nur ein einziges Mal anzusehen, da lief alles punktgenau zusammen, ohne das musikalische Ganze aus den Augen zu verlieren. Auch beim energischsten Spiel erschien dies leicht [in Theodore Gouvys Sonate g-moll] (...) Und es wurde sekundenschnell in den Bann gezogen, als das brillante Duo dann Francis Poulencs einzige Klarinettensonate erklingen ließ (...) Fast ein Übermaß an Klangfarben zauberten auch hier die beiden mehrfach preisgekrönten Musiker herbei. Wie aus einem Guss ertönte der langsame Mittelsatz, da wurde tiefe Trauer geradezu herausgeschrien, bevor schließlich wieder Frohsinn die Oberhand gewann."

Kölnische Rundschau, 28. Oktober 2012
„Das Duo Brillaner überzeugte bei seinem Auftritt auf Schloss Paffendorf auf der ganzen Linie (...) Die langjährige Erfahrung, das perfekte musikalische Miteinander und die klangliche Verbundenheit zwischen der Klarinettistin und dem Pianisten teilten sich bereits bei der eingangs gespielten Sonate Es-Dur op. 167 von Camille Saint-Saens mit. Die zierliche Musikerin entfaltete auf ihrem Instrument einen vollen, warmen Ton von großer Ausdrucksintensität, der auf das gesamte Programm qualitätsprägend wirkte. Ihr Klavierpartner bewies im Zusammenspiel eine bemerkenswerte Sensibilität. Die emotionale Es-Dur Sonate gelang überaus packend, und schon hier begeisterte Shirley Brill mit nuancenreicher Klangpalette. Eine Entdeckung ist die Sonate g-moll op. 67 des deutsch-belgischen Komponisten Theodore Gouvy. Das Werk behandelt beide Instrumente nahezu gleichwertig, hier gaben sich die aus Israel stammenden Künstler als Kammermusiker von hohen Graden zu erkennen, die die Kunst des Miteinanders wunderbar beherrschen (...) Mit Francis Poulencs Sonata hatte das Duo Brillaner auch ein zeitgenössisches Werk im Programm, in das sie sich mit Verve versenkten. Betörend schön gelang die elegische Romanze, hinreißend das quirlige Finale, bei dem Shirley Brill Klangschönheit und enorme Geschmeidigkeit an den Tag legte. Mit großer Empfindsamkeit gingen die Musiker auch Johannes Brahms’ Sonate F-Moll, op. 120,1 an (...) Virtuosität und Innigkeit im Ausdruck paarten sich in der Interpretation von Brill und Aner."

Garmisch-Partenkirchner Tagblatt, 17. Oktober 2012
„Hohe Maßstäbe für die neue Kammermusiksaison haben Shirley Brill (Klarinette) und Jonathan Aner (Klavier) im Richard-Strauss-Institut gesetzt (...) Die Sympathie zwischen den beiden Musikern und dem Publikum bestand vom ersten Moment an. Die Freude am Musizieren, der samtweiche, wunderschöne Klarinetten-Ton und die einfühlsame Klavierbegleitung begeisterten einfach. Bereits nach dem ersten der '4 Pièces' von Eugene Bozza gab es (sonst unüblich) Zwischenapplaus für die Künstler. Brills Tonansatz, das Holen von Tönen aus dem Nichts und die Musizierart aus dem ganzen Körper heraus verrieten die großartige Schule (...) Hauptwerk des Kammerkonzerts war das späte Meisterwerk von Johannes Brahms, die Sonate f-moll op. 120/1. Hier konnten die Künstler noch einmal die ganze Breite ihres Könnens zeigen. Die Interpretation ließ keine Wünsche offen."

Neuss-Grevenbroicher Zeitung, 27. Februar 2012
„So einfühlsam und zurückgenommen musizierten die Klarinettistin Shirley Brill, der Cellist Claudio Bohórquez und Jonathan Aner am Flügel. Das anmutige Trio a-moll op. 114 [von Johannes Brahms] (...) verstanden die Gäste als fast in sich gekehrte Musik, der sie sich - bei hohem technischen Vermögen - fast selbstvergessen hingaben (...) Claudio Bohórquez erwies sich als idealer Partner des ebenso brillant wie feinsinnig aufspielenden Künstler-Duos (...) Das Publikum reagierte begeistert auf soviel romantischen Schönklang (...) Brill und Aner ergänzten sich optimal - während die Klarinette führte, kamen vom Klavier fast unmerkliche, doch nicht weniger wichtige Impulse."

Aachener Nachrichten, 24. März 2011
„Wieder einmal ist es der Anton Heinen-Volkshochschule des Kreises Heinsberg gelungen, ihren Meisterkonzerten in Erkelenz ein weiteres Juwel hinzuzufügen. Shirley Brill (Klarinette) und Jonathan Aner (Klavier) als Duo Brillaner rückten mit der Kombination aus ihren Namen durch-
aus in die Gedankenverbindung zur Brillanz, was dann in ihrem hinreißenden Konzert in der Stadthalle auch eindrucksvoll unter Beweis gestellt wurde (...) Und was sie beim Konzertieren besonders auszeichnet, ist nicht nur die Virtuosität, mit der sie jeweils ihr Instrument beherr-
schen, sondern auch die anscheinend vollkommende Harmonie beim Zusammenspiel (...)
Das fünfte Meisterkonzert der Saison erhielt seinen besonderen Reiz nicht nur durch die beiden außergewöhnlichen Musiker, sondern auch dadurch, dass eher unbekannte Stücke von eher unbekannten Komponisten zu hören waren. So erklangen vor der Pause die Sonate B-Dur op. 29 von Johann W. Wilms (...), Tema variatio Barcarola von Ferruccio Busoni (...) und schließlich Duo Es-Dur op. 15 von Norbert Burgmüller (...) auf eine Weise, welche die Zuhörer wie gebannt zu-
hören ließ (...) Dass die beiden nach viel Beifall und Blumen nicht ohne zwei Zugaben die Bühne verlassen konnten, verstand sich fast von selbst. Und vielleicht war es neben Virtuosität, gepaart mit Innigkeit, die sympathische menschliche Ausstrahlung vom Duo Brillaner, die den Zuhörern noch lange in Erinnerung bleiben wird."

Rohrblatt, März 2011
„Das Duo Brillaner mit der Klarinettistin Shirley Brill und dem Pianisten Jonathan Aner erweist sich auf der inzwischen zweiten gemeinsamen, 2010 erschienenen CD als kammermusika-
lisches Dreamteam (...) die beiden Musiker [zeigen] hier einen fröhlich-virtuosen Einblick in den französischen Salon  des frühen 20. Jahrhunderts. Die bei Sabine Meyer (Lübeck) und Richard Stoltzman (Boston) ausgebildete Shirley Brill bringt hierfür nicht nur den notwendigen klanglichen Spielwitz mit, sondern weiß ihre fantasievolle Gestaltungsweise durch eine stupende Technik abzusichern. Jonathan Aner steht ihr in nichts nach (...) Mit Gabriel Piernés vier Stücken bietet das Duo ein charmantes Entrée (...) Bei minder begabten Interpreten mögen die Stücke von Philippe Gaubert leicht geschwätzig wirken, mit der klanglichen Fantasie und unter den differen-
zierte Ausdrucksmomente schaffenden Händen dieser Interpreten nimmt man sie als Perlen geistreicher musikalischer Unterhaltung wahr (...) Beinahe wäre man versucht zu glauben, man müsse hier 'einfach nur schön spielen', um dieser Musik gerecht zu werden. Vielleicht stimmt dies auch - vorausgesetzt man berücksichtigt, wie schwer die hierfür erforderliche klangliche Kontrolle ist. Inwieweit das Duo diesem Ideal hier (...) nahe kommt, ist verblüffend und äußerst anregend. Nachdem das Duo sich in der ersten CD auf große Namen stützte und die aktuelle CD mit Werken großer Eleganz zusammenstellte bleibt zu wünschen, dass die Werkauswahl
der dritten CD in der Kategorie 'große Entdeckungen' erfolgen möge. Das böte den Ausnahme-
musikern Brill und Aner die Chance, selbst in die Kategorie 'Groß' aufzusteigen." 

Gießener Anzeiger, 9. Februar 2011
„Mit Begeisterungsstürmen und Bravo-Rufen belohnte das zahlreich erschienene Publikum am Montagabend die Darbietungen beim fünften Winterkonzert des Vereins Gießener Meisterkon-
zerte. Das Ensemble, das sich aus dem Duo Brillaner und aus dem Streichquartett 'Quatuor Terpsychordes' zusammensetzte, spielte mit ausgesprochen dynamischer Ausgestaltung und technischer Perfektion Werke von Prokofiew, Achron und Dvorák (...) Was die sechs Musiker schließlich darboten, übertraf jedoch jegliche Erwartung: Das Zusammenspiel von Shirley Brill (Klarinette) und Jonathan Aner (Klavier) vom Duo Brillaner sowie den 'Quatuor Terpsycordes'
(...) gelang exzellent und sprühte nur so vor Vielseitigkeit, Virtuosität und Leidenschaft (...) 
Tänzerische Leichtigkeit und ausgeprägte Spielfreude gaben dem Klang den letzten Schliff zur Perfektion. Besonders die Fähigkeit der Interpreten zur expressiven und einfühlsamen Hingabe ließ die folkloristischen und programmatischen Werke des ersten Teils zu tönenden Kostbar-
keiten werden. Prokofiews Ouvertüre über hebräische Themen op. 34 eröffnete Brill mit einer wahrhaft brillanten Klarinette und gab die jüdischen Melodien gekonnt an die Streicher weiter
(...) Im anschließenden wilden Tutti [Dvorák Klavierquintett op. 81] übernahm erstmalig Aner
am Klavier die Führung und beeindruckte mit sauberer Spielweise."

Gießener Allgemeine, 9. Februar 2011
„Das Genfer 'Quatuor Terpsycordes' (...) sowie die Klarinettistin Shirley Brill und der Pianist Jona-
than Aner verfügten beim Winterkonzert am Montag im [Gießener] Rathaus über sonst eher rare Qualitäten: Sie vermochten die Hörer mal in Staunen zu versetzen, dann deren Fantasie zu be-
flügeln, während sie sie in geheimnisvolle Musikwelten entführten (...) Die stimmungsintensi-
ve Interpretation begeisterte restlos; das Ensemble hielt perfekt Balance und bestach durch transparente räumliche Staffelung der Instrumente (...) Dass das Konzert zu den stärksten seit Bestehen der Reihe zählte, wurde entgültig nach der Pause in Antonin Dvoráks Klavierquintett A-dur op. 81 deutlich. Mit facettenreichem Ausdruck und packenden thematischen Kotrasten trug das Ensemble den Allegro-Kopfsatz vor (...) Ungemein subtile lyrische Dimensionen hielten im klanglich fragilen Mittelteil in Atem (...) Auch im Allegro-Finale schlug der geistige Funke in der vitalen Darbietung des Ensembles direkt auf die Hörer über. Dem frenetischen Beifall folgten zwei Zugaben."

Rheingau Echo, 1. April 2010
„Mit dem 'Duo Brillaner' gastierten zwei exzellente junge Musiker (...) In der ausverkauften Kelterhalle von Schloß Reinhartshausen waren so gegensätzliche Werke wie Felix Mendels-
sohns 'Sonate für Klarinette und Klavier Es-dur', Francis Poulencs 'Klarinettensonate' und Johannes Brahms' 'Sonate für Klarinette und Klavier f-moll op. 120 Nr. 1' zu hören. (...) Die klangliche Verbindung von Klarinette und Klavier strahlte einen besonderen Zauber aus, verstärkt noch durch das blinde Verständnis des Duos Brillaner. Diese Harmonie zog sich durch das komplette Konzert (...) Nach dem letzten Ton war der Beifall dermaßen enthusiastisch, daß das Duo Brillaner gerne eine Zugabe gab."

Wiesbadener Kurier, 29. März 2010
„Das israelische Duo Brillaner gastierte in der Kelterhalle von Schloss Reinhartshausen und spielte im Rahmen (...) des Rheingau Musik Festivals (...) Klarinettistin Shirley Brill veredelte mit ihrem vollen, warmen und sauberen Ton Mendelssohns Werk und erlaubte sich keine Beiläufig-
keiten: Prägnant und bissig, aber nicht scharf klangen die Staccato-Einwürfe im Kopfsatz, abge-
dunkelt, rund und schattierungsreich wirkte der melancholische Beginn des Andantes. Starke und dennoch feinfühlig ausgehorchte Kontraste, von denen auch Francis Poulencs Sonate für Klarinette und Klavier aus dem Jahr 1962 belebt wurde (...) Hauptwerk der Matinee war die erste Klarinettensonate f-Moll op. 120/1 von Johannes Brahms. Pianist Jonathan Aner nahm die dich-
ten Akkorde seines Klavierparts so einfühlsam zurück, dass auch hier Shirley Brill mit ihrem klanglich exzellent ausgestalteten, gesanglichen und farbreichen Klarinettenton im Vordergrund stand. Wie bei der Interpretation der Sonate Poulencs wurden beide Künstler den feinen Zwi-
schentönen eines Spätwerks völlig gerecht."

Mindener Tageblatt, 28. Juli 2009
„Zwischen den Lesungen und zum Schluss sorgte das Duo Brillaner , mit Shirley Brill an der Klarinette und Jonathan Aner am Klavier, mit virtuosem Spiel für die musikalischen Höhepunkte dieses Abends. Das Duo gestaltet seit zehn Jahren Kammermusikabende, 2008 debütierte es in der New Yorker Carnegie Hall. Unter dem begeistertem Applaus des Publikums trugen die Musi-
ker Stücke wie 'Abgrund der Vögel' von Olivier Messiaen, 'Vogel als Prophet' und 'Aus Waldsze-
nen' von Robert Schumann sowie Werke von Johannes Brahms vor."

Mannheimer Morgen, 18. April 2009
„Ausgehend von Mendelssohn war der Bogen zu den Emigranten Paul Ben-Haim und Yhezkel Braun rasch geschlagen. Deren Romanzen und Melodien spielte das Duo Brillaner mit bekennt-
nishafter Eindringlichkeit. (...) Es war ein rundum überzeugender Vortrag , den Shirlley Brill auf der Klarinette und Jonathan Aner am Flügel im Heidelberger Palais Prinz Carl darboten. Die Klarinettistin pflegt einen kantablen, weichen, aber keineswegs pastosen Ton, den sie empfind-
sam variiert und dabei eine große Palette an Ausdrucksmöglichkeiten zeigt. Besonders beein-
druckt die Feinabstimmung im Duo, in dem Jonathan Aner durchaus eine tragende Rolle spielt. Die Brillaner reichen eine Präzision, die nicht in virtuoser Pose erstarrt."

Köln-Bonner Musikkalender, Januar 2009
„Shirley Brill, Klarinette, und Jonathan Aner, Klavier, harmonierten so partnerschaftlich in Werken von Mendelssohn, Weber, Brahms, Ben-Haim und Sarah Feigin, daß daraus eine eindeutige Werbung für Klarinettenmusik wurde. Solistisch konnte man diese jungen, fabelhaften Musiker schon früher in Bonn erleben. Jetzt fanden sie sich (...) zum 'Grand Duo Brillant' der Extraklasse."

General-Anzeiger, 13. November 2008
„Mit dem Brillaner Duo waren zwei außergewöhnliche Kammermusiker im Endenicher Schu-
mannhaus zu hören. (...) Und von Anbeginn herrschte kein Zweifel: Brill und Aner sind eines Geistes, nicht nur, was Timing und (Klang-) Farbwerte anbelangt. Neben den quicklebendig musizierten Ecksätzen waren es vor allem die elegischen oder melancholischen Mittelsätze, deren ausdruckstiefe Gestaltung zu unerhörter Dichte führte.“

Badische Neueste Nachrichten, 11. November 2008
„Das vielfach preisgekrönte israelische Duo (...) vom ersten Moment an eine punktgenaue Übereinstimmung der Interpretation und eine unglaubliche Klangvielfalt im Klavierpart (...) Das Duo gestaltete die Elegie im Wechselgesang oder gemeinsam, es schien in die Anreihung der Klagegesang ähnlichen Strophen meditativ einzutauchen, was die Zuhörer zutiefst berühren mußte. (...) Besonders das Larghetto wurde von Shirley Brill in einer unüberbietbaren Kantabilität gestaltet.“

Cellesche Zeitung, 6. Mai 2008
„... Das Duo Brillaner erfüllte die Anforderungen bestens, wobei vor allem die geradezu ideale Feinabstimmung zwischen Klarinettistin und Pianist auffiel. Gleiches kann auch für die ab-
schließend gespielte Brahms-Sonate gelten. Man hatte immer das Gefühl, dass beide Musiker genau das Gleiche wollen und schon vorausahnen, was der andere im nächsten Moment wie spielen wird. Da gab es sowohl in Phrasierung und Artikulation als auch in Dynamik und Agogik ein Maß an Übereinstimmung, wie man es nur selten erleben kann.“

Die Rheinpfalz, 29. April 2008
„... Shirley Brills brillantes Solo. Eine Virtuosin in großem Stil, die ihr Instrument bravourös be-
herrschte und alle Läufe und Drahtseilakte von Carl Stamitz' Konzert mit Leichtigkeit, großer Eleganz und stets ausgeglichenem Ton präsentierte. Zudem nahm die israelische Klarinettistin durch Raffinement, ein waches stilistisches Gespür und exquisite Tonabstufungen für sich ein."

Süddeutsche Zeitung, 19./20. April 2008
„Der sympathische Charme der zwei jüngeren Musiker verstärkte noch den Eindruck, den ihre musikalische Qualität hinterließ. (...) Die Interpreation war makellos. Schon hier zeigte sich, daß im Pianisten des Abends eine tief romantische Musikerseele wohnt, die ihn zu einer subtilsten Anschlagstechnik befähigt. (...) ein virtuoses Husarenstück, mit welchem das Duo den offiziellen Teil des Konzertes siegreich und beifallumrauscht beendete (...) Bezwingender Eindruck dieses Abends: Bei diesem Duo ist die menschliche Nähe Musik geworden."

Münchener Merkur, 18. April 2008
„Klarinettenvirtuosin Sabine Meyer, bei der Brill an der Musikhochschule Lübeck studiert hat, hätte ihre wahre Freude gehabt an ihrer Schülerin (...).“

General-Anzeiger, 14. April 2008
„Brill betörte bei Berg mit einem fabelhaften Reichtum an Klangfarben und dynamischen Nuancen, in der ’Carmen-Fantasie’ bestachen ihr Gespür für rhythmischen Drive und eine grandiose Virtuosität. Das Zusammenspiel mit Jonathan Aner war bis in jedes Detail hinein durchdacht und abgestimmt (...) Sehr prägnant und tief empfunden gerieten auch die Fanta-
siestücke op. 73 von Schumann (...) in deren Finale Shirley Brill noch einmal ihr meisterhaftes Spiel zeigte.“

Deister- und Weserzeitung, 8. April 2008
„Sie nennen sich ’Duo Brillaner’ (...). Aber eigentlich müßten sie ’Duo brillanter’ heißen. Denn von ihrem Zusammenspiel geht jene Faszination aus, die vergessen macht, was sie spielen. Voller Spannnung verfolgt man nur, wie sie spielen. Traumhaft! (...). Und wer glaubt, daß eine Steige-
rung nicht mehr möglich war, der irrte. Zum furiosen Finale bot die Carmen-Fantasie nach Bizet Folklore in sprühender Artistik. Nach tosendem Applaus beruhigte eine anmutige Canzonetta des Franzosen Gabriel Pierné als Zugabe. Ein Glücksgriff der arche-Kammermusik!“

Taunuszeitung, 19. Februar 2008
„So vital, schwerelos, elegant glitzernd perlten die Läufe. Spritziges Leggiero-Spiel vom Feinsten. So stimmungsvoll beseelt, warmtönend, graziös strömten die Kantilenen. Unangestrengte Fülle zwischen der ersten und der letzten Note (...) Nichts klang aufdringlich oder gar parfümiert (...) Ein Mirakel in Tönen, von Brill und Aner berückend, namenlos schön eingefangen. (...) Mit drei Zu-
gaben aus Georges Bizets Oper ’Carmen’ erfreuten Brill und Aner ihre Zuhörer, die das sympa-
thische Duo am liebsten gar nicht hätten gehen lassen.“

Märkische Oderzeitung, 16. März 2007
„Ihr Handwerk verstanden sie brillant: Sie liebt den kraftvollen Klang, und er greift ebenso beherzt in die Tasten."

Fränkischer Tag, 19. Januar 2007
„Es machte einfach Spaß, dem Paar da vorn auf der Bühne zuzusehen und zuzuhören, nicht zuletzt, weil die beiden selbst so offensichtlich Spaß an der Musik hatten. (...) Virtuosität steht den beiden leidenschaftlichen Leuten, die sich da unterhielten, so selbstverständlich zu Gebote, dass selbst die wildesten Sforzati, die irrwitzigsten Läufe, die vertracktesten Synkopierungen locker und stets durchdacht, ja kunstsinnig geformt wurden (...) Scharf akzentuierte Rhythmik, tiefdunkle Akkorde im Uhrpuls, aus denen die Klarinette sich erhebt, ein energisches Vor-
wärtsstürmen dann. Welche Farben- und Klangfülle beide ihren Instrumenten entlockten, war unglaublich: Eselsschrei, klagender Menschengesang, honigsüßes Summen, Maschinen-
stampfen, Zirpen; ein ganzes Orchester von Natur- und Instrumentalstimmen."

Gießener Allgemeine, 6. Oktober 2006
„Shirley Brill begeisterte mit warmer, stehts wohlklingender Intonation. Furios, mit Überschwang und spitzen Akzenten, garniert mit einer feinen Dosis Witz, kam das Finale daher. Brill und Aner meisterten den Satz rhythmisch akkurat.(...) Das Duo präsentierte seine eigene, klanglich reizvolle Bearbeitung. Vor allem der zweite Satz, eine Ballade, bezauberte durch die eigenartig träumerisch-zarte Atmosphäre. (...) Hier beeindruckte die weite Ausdrucksbandbreite zwischen zupackendem Forte-Spiel und feinfühligen lyrischen Passagen.(...) Insgesamt demonstrierte es äußerste rhythmische Präzision bei den zahlreichen Terz- und Sextetten zwischen beiden Instrumenten. Die innig empfundene, tief bewegende Darbietung des Andante bildete einen Höhepunkt des Konzertes; bestechend die sanft geschwungenen, weitläufigen melodischen Bögen."

Ensemble, Juni 2005
„Ebenso in den beiden unbekannteren Werken wie Ben-Haïms ’Pastorale Variée’ und Krysztof Pendereckis ’Drei Miniaturen’, in denen sich das Duo mit Sensibilität in die Klangwelt dieser Komponisten hineinzudenken versteht. Vor allem die mehr als 14 Minuten andauernden naturverbundenen Variationen ihres Landsmannes Paul Ben-Haïm werden zu einem faszi-
nierendem Beispiel für die klangliche Verbundenheit dieser beiden grandiosen Kammer-
musiker."

Lübecker Nachrichten, 29. Januar 2004
„Shirley Brill spielt die Klarinette mit wunderbarer Sicherheit, Sensibilität und Leichtigkeit. Noch im ersterbenden Pianissimo hat sie die volle Kontrolle über ihren Ton. (...) Keine Phrase ist ihr zu einfach oder zu unbedeutend, um sie nicht schön zu gestalten. So wird im Trio des dritten Satzes des Sonate f-moll von Brahms eine absteigendes Tonleiter zum Erlebnis. Welches Feuer außerdem in ihr lodert, bewies Shirley Brill mit ihrer temperamentvollen Darbietung der Sonate von Leonard Bernsteing. Jonathan Aner steht seiner Duopartnerin nicht nach – er ist tatsächlich mehr als ein Begleiter. Eleganz, Leichigkeit und genaue Gestaltung von Haupt- wie Neben-
stimmen zeichnen sein Spiel aus." 

 

 

Freitag, 10. März 2017, 20 Uhr
Planegg, Kupferhaus

Felix Mendelssohn-Bartholdy: Sonate Es-dur
Mieczyslaw Weinberg: Sonate op. 26
Johannes Brahms: Sonate f-moll op. 120,1
für Klarinette und Klavier

Samstag, 11. März 2017, 20 Uhr
Gröbenzell, Festsaal der Waldorfschule

Felix Mendelssohn-Bartholdy: Sonate Es-dur
Mieczyslaw Weinberg: Sonate op. 26
Johannes Brahms: Sonate f-moll op. 120,1
für Klarinette und Klavier

Hörprobe


Claude Debussy: Rhapsody Nr. 1
aus "Petite Pièce"
French Miniatures for clarinet and piano
Label: Pan Classics