G.A.P.-Ensemble
Foto: Iva Dimeska
* Generalmanagement
Vertretungen in Deutschland und
weiteren europäischen Ländern
sind nicht gekennzeichnet.

G.A.P.-Ensemble - Emilio Percan

Giovanni Antonio Piani Ensemble
Emilio Percan, Barockvioline und Leitung
Oriol Aymat Fusté, Barockvioloncello
Luca Quintavalle, Cembalo

„Das ist eine exzellente CD, eigentlich die beste Barock-CD, die ich seit langem gehört habe.“ Mit diesen Worten endet die Kritik im weltweit größten Internet-Musikportal „Web Music International" und verleiht der „Affettuoso"-CD im September 2012 den Titel „CD des Monats“.

Ein italienischer Geigenvirtuose des 18. Jahrhunderts, Giovanni Antonio Piani, steht mit den Initialen seines Namens Pate für das im Jahr 2011 gegründete G.A.P. Ensemble. Dessen drei Mitglieder eint das gemeinsame Interesse am Werk des heute nahezu unbekannten Komponi-
sten. Anfang 2012 haben sie die CD „Affettuoso“ bei dem Label Onxy classics vorgelegt, auf der – als Ersteinspielung – mehrere Sonaten von Piani solchen seiner Zeitgenossen Geminiani und Händel gegenüber gestellt werden. Die Aufnahme wurde von der Presse einhellig gelobt.

Das junge G.A.P. Ensemble besteht aus ausgezeichneten Musikern mit führenden Positionen in den wichtigsten Barockorchestern Europas. Die Zusammenarbeit mit Künstlern wie Viktoria Mullova, Daniel Hope, Christophe Rousset und Edita Gruberova sowie Auftritte in einigen der bedeutendsten Konzertsäle der Welt, u.a. Berliner Philharmonie, Teatro Colon Buenos Aires, Tokyo Opera City Center Hall, Palau de la Musica Barcelona, sind nur ein Teil der Erfahrungen, die die Mitglieder in die Zusammenarbeit einbringen. Seit 2013 arbeitet das Ensemble eng mit der italienischen Sopranistin Raffaella Milanesi zusammen - eine fruchtbare Kooperation, die im Frühjahr 2014 in die Einspielung des „Dialoghi"-Projekts mündete, die Weltersteinspielungen von Kantaten von Piani, Caldara und Alessandro Scarlatti präsentierte und ebenfalls mit ein-
helligem Kritikerlob bedacht wurde.

Soeben erschien die dritte CD des G.A.P. Ensembles mit Violinsonaten Antonio Vivaldis, die dieser seinem Freund Johann Georg Pisendel zueignete, der als Konzertmeister der Sächsi-
schen Hofkapelle in Dresden und Violinvirtuose zu Weltruhm gelangte.

Emilio Percan musiziert seit Juni 2006 als Konzertmeister und Solist verschiedener europäi-
scher Orchester, darunter l’ arte del mondo, Kölner Akademie und Compania di Punto. Dabei hat er mit Künstlern wie Daniel Hope (Doppelkonzerte), Simone Kermes, Edita Gruberova, Daniel Müller-Schott und Chen Reiss u.a. zusammen gearbeitet. Emilio Percan gastierte in ganz Europa sowie in Südamerika (Teatro Colón, Buenos Aires), Japan, China, Kirgistan, Israel und den USA. 2013 führte ihn eine Tournee mit Konzerten für zwei Violinen mit der Geigerin Viktoria Mullova durch Europa und 2014 gab er eine Reihe von Konzerten und Meisterkursen in der Ukraine, Kirgistan und Russland, u.a. am Tschaikowsky-Konservatorium Moskau, Konservatorium St. Petersburg sowie am Gnesin Institut Moskau. Seinen ersten Violin-Unterricht erhielt Emilio Percan mit sieben Jahren im mazedonischen Skopje. Eine Meisterklasse der ehemaligen Kogan-Schülerin Isabela Golovina beeindruckte ihn so sehr, dass er seit 1999 bei ihr in Moskau studierte. 2001 kam Emilio Percan schließlich an die Folkwang-Musikhochschule Essen, wo er die Fächer Violine bei Prof. Pieter Daniel (ein Schüler Henryk Szeryngs und Dorothy Delays), Kammermusik bei Prof. Dirk Mommertz (Fauré-Klavierquartett) und Barockvioline bei Stephan Schardt (Musica Antiqua Köln) studierte.

Der in Katalonien geborene Cellist Oriol Aymat Fusté ist seit 2010 erster Cellist des Ensembles l’ Arte del Mondo. Als Barockcellist ist er ferner in Orchestern wie Elbipolis Barockorchester und Vespres d’Arnadí tätig und musiziert regelmäßig mit dem Geiger Emilio Percan, dem Cem-
balisten Dani Espasa sowie dem Ensemble Le Tendre Amour. Als moderner Cellist ist er Mitglied des Orchesters Camerata XXI. und konzertiert kammermusikalisch mit den Ensembles Manén, Montsant und TRI@angle sowie mit dem Pianisten und Komponisten Albert Guinovart. Als engagierter Interpret zeitgenössischer Musik wurde Oriol Aymat von Festivals wie Nous Sons, Trenkart und Contemporànica eingeladen. Darüber hinaus arbeitet er für führende Persönlich-
keiten der katalanischen Popmusikszene wie Sílvia Pérez Cruz und Lídia Pujol und ist Mitglied der Band Blaumut. Oriol Aymat Fusté studierte bei Leonid Gorokhov an der Yehudi Menuhin School in Surrey, bevor er nach Deutschland kam, um seine Studien an der Essener Folkwang-Musikhochschule bei Young-Chang Cho. fortzusetzen. Sein musikalisches Talent wurde u.a. von der Pau Casals- und der Alexander von Humboldt-Stiftung mit Stipendien honoriert. Er war Preisträger zahlreicher nationaler und internationaler Wettbewerbe (Germans Claret, Lions Club, European Youth Cello Competition u.a.). Oriol Aymat kreiert und interpretiert Musik für Film, Theater und Tanz; er hat an verschiedenen Choreographien von Lenka Bartunkova und anderen Projekten mit den Kompanien Theater an der Ruhr und La Invenció Teatre teilgenommen.

Der Cembalist Luca Quintavalle hat mit Orchestern wie I Virtuosi delle Muse, Acadèmia 1750, Montis Regalis, , 1983 in Como Les Talens Lyriques, Harmonie Universelle, dem Balthasar Neumann Ensemble sowie dem Gürzenich Orchester und Kölner Kammerorchester zusammen gearbeitet. Als festes Mitglied in Werner Ehrhardts Ensemble I'Arte del Mondo ist er in großen deutschen Konzertsälen, u.a. Tonhalle Düsseldorf, Festspielhaus Baden-Baden, Herkulessaal München oder Berliner Philharmonie, sowie in Israel, Japan, Russland und den USA aufgetreten. 2011 war Luca Quintavalle mit großem Erfolg Alessandro de Marchis Assistent bei Händels „Rinaldo“ an der Kölner Oper. Ende 2014 spielte er an der Opéra Garnier Händels „Alcina“ unter der Leitung von Christophe Rousset. Es liegen Einspielungen bei den Labels Deutsche Harmonia Mundi, Deutsche Grammophon, Capriccio, Onyx und Hyperion vor. Luca Quintavalle studierte Klavier bei Ernesto Esposito und Cembalo bei Giovanni Togni in Como. Als Stipendiat des DAAD schloss er sein Studium bei Christian Rieger an der Essener Folkwang-Musik-
hochschule mit dem Konzertexamen ab. Daneben besuchte er Kurse von Kristian Bezuidenhout, Jesper Christensen, Andrea Marcon, Stefano Demicheli, Christophe Rousset und Andreas Staier. 2007 gewann er beim Basso Continuo-Wettbewerb „G. Gambi“ in Pesaro den ersten Preis.
 

Donnerstag, 23. November 2017, 20 Uhr
Müllheim, Martinskirche

Antonio Vivaldi: Sonate G-dur RV 25
für Violine und Basso continuo
Georg Friedrich Händel: Suite F-dur Nr. 2 HWV 427
für Cembalo
Giovanni Antonio Piani: Sonate G-dur op. 1,4
für Violine und Basso continuo
Georg Friedrich Händel: Sonate D-dur op. 1, 13 HWV 371
für Violine und Basso continuo
Alessandro Scarlatti: Sonate C-dur Nr. 3
für Violoncello und Basso continuo
Antonio Vivaldi: Sonate F-dur RV 19
für Violine und Basso continuo

Samstag, 25. November 2017, 18 Uhr
Halle, Händel-Haus

Händel-Festspiele Halle
Raffaella Milanesi, Sopran
Werke von Georg Friedrich Händel
und Diamante Maria Scarabelli

Freitag, 8. Dezember 2017
Trier, Kürfürstlicher Palais

Heinrich Ignaz Franz von Biber: Rosenkranz-Sonate d-moll
Nr. 1 "Die Verkündigung" für Violine und Basso continuo
Alessandro Scarlatti: Sonate C-dur Nr. 3
Heinrich Ignaz Franz von Biber: Rosenkranz-Sonate A-Dur
Nr. 2 "Mariä Besuch bei Elisabeth"
Antonio Vivaldi (1678 – 1741): Sonate C-Dur RV 2
Heinrich Ignaz Franz von Biber: Rosenkranz-Sonate h-moll
Nr. 3 "Christi Geburt"
Domenico Scarlatti: Sonate C-dur K. 513 für Cembalo
Giovanni Antonio Piani: Sonate G-dur op. 1 Nr. 4
(Mitschnitt SWR2)

Donnerstag, 18. Januar 2018
Kapfenberg (A)

“Slavic Fantasy” -
Duo-Rezital mit Tamilla Guliyeva
Alfred Schnittke: Suite im alten Stil für Violine und Cembalo
Igor Strawinsky: Divertimento für Violine und Klavier
Antonin Dvorak: Sonatine G-dur op. 100 für Violine und Klavier
Sergei Prokoview: Sonate D-dur op. 94 für Violine und Klavier

Hörprobe