Johannes Mannov
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Johannes Mannov

Bariton

Johannes Mannov, in Kopenhagen geboren, war von 1969 bis 1974 Mitglied in Dänemarks re-
nommiertestem Knabenchor „Kobenhavns Drengekor“. Seine Ausbildung zum Sänger erhielt er an den Hochschulen von Freiburg und Karlsruhe, wo er als junger Stipendiat und Preisträger verschiedener Wettbewerbe u.a. bei Aldo Baldin studierte.

Johannes Mannovs Konzertkarriere führte in fast alle Länder Europas sowie nach Australien, Nord- und Südamerika, Israel und in die Türkei. Sein Repertoire erstreckt sich von der Barock-
musik bis zur Gegenwart. Insbesondere als Oratoriensänger sammelte Johannes Mannov weitreichende Erfahrungen und arbeitete mit Dirigenten wie Lord Yehudi Menuhin, Philippe Herreweghe, Helmuth Rilling, Frans Brüggen, René Jacobs, Leif Segerstam, Peter Schreier, Christopher Hogwood, Armin Jordan, Adam Fischer, George Malcolm, Gary Bertini, Herbert Blomstedt, Jeffrey Tate, Thomas Hengelbrock, Karl-Friedrich Beringer und Lars Ulrik Mortensen.

Die Höhepunkte der letzten Jahre waren Brittens War Requiem auf einer Spanien-Tournee mit Mstislav Rostropovitch und dem Royal Philharmonic Orchestra, die Johannes-Passion unter Hartmut Haenchen im Concertgebouw Amsterdam, Beethovens 9. Sinfonie mit Heinrich Schiff und Mozarts Requiem unter der Leitung von Peter Schreier in Kopenhagen. Bei der Bach-Woche Ansbach trat Johannes Mannov mit einem Kantatenprogramm sowie als Christus in der Matthäus-Passion und bei den Festwochen der Alten Musik Innsbruck zusammen mit dem RIAS-Kammerchor und der Akademie für Alte Musik Berlin in Händels "Alexander's Feast" auf. Des weiteren ging er mit Sigiswald Kuijken und La Petite Bande mit Haydns "Il Ritorno di Tobia" auf Europa-Tournee, sang Mahlers "Waldmärchen" unter Eliahu Inbal in Lyon und machte mit dem RSO Kopenhagen und Thomas Hengelbrock eine Fernsehaufzeichnung von Bachs Matthäus-Passion. Mit René Jacobs und der Akademie für Alte Musik Berlin unternahm er ausgedehnte Tour-neen mit der Matthäus-Passion und Haydns "Schöpfung". Letztere hat er auch mit dem Balthasar Neumann-Ensemble unter Leitung von Thomas Hengelbrock bei DHM auf CD ein-
gespielt.

Als Liedinterpret war Johannes Mannov u.a. mit den "Liedern eines fahrenden Gesellen" unter Janos Fürst in Perth/Australien zu hören. Mahlers Rückert-Lieder sang er im Concertgebouw Amsterdam unter Hartmut Haenchens Leitung, in Kopenhagen "Lieder aus des Knaben Wunder-
horn". Es folgten Auftritte mit dem RSO Berlin, dem Gewandhausorchester Leipzig sowie den Rundfunkorchestern von Oslo und Kopenhagen.

Auch auf der Opernbühne ist Johannes Mannov mit seinem breit gefächerten Repertoire ein weltweit gefragter Interpret. Nach anfänglichen festen Engagements in Kassel und Innsbruck singt er inzwischen regelmäßig an den Opernhäusern von Kopenhagen, Brüssel (La Monnaie) und Paris (La Bastille). In den vergangenen Spielzeiten war er darüber hinaus an der Ham-
burgischen Staatsoper, in Darmstadt, Belfast, Wellington/Neuseeland, an der Berliner Staats-
oper, in San Diego und Tel Aviv sowie in Cincinnatti/USA, Santiago de Chile, Athen und Peking zu Gast. Sein Repertorie umfasst Rollen wie Don Giovanni, Leporello, Guglielmo, Papageno, Figaro, Graf Almaviva, Evgeni Onegin, Danilo, Marcello, Malatesta, Kurwenal, Nick Shadow und Billy Budd.

Johannes Mannov ist vielgefragter Gesangslehrer und Audition-coach. Seit dem Wintersemester 2012 hat er eine Professur für Gesang an der Hochschule für Musik Nürnberg inne.
 

Westdeutsche Allgemeine Zetiung, 10. Dezember 2007
„Die Solisten: ein Weihnachtsgeschenk! (...) und der sonore, fein geführte Bass von Johannes Mannov sind Edelstimmen, die ohne opernhafte Attitüde das Verhältnis von Text und Ton ausleuchten. Da gab es ganz inniges Momente.“

Westfälischer Anzeiger, 11. September 2006
"Johannes Mannov entfaltet Goliaths Frevel mit beweglichem kernigen Bass."

Frankfurter Allgemeine Zeitung, 28. Februar 2005
"Johannes Mannov war ein überaus ansprechender, in allen Lagen seines fülligen Baritons wohltönender Orest."

Gießener Allgemeine, 22. Juni 2004
"Der Bariton Johannes Mannov hob sich von den anderen Soli durch ungekünstelte, sozusagen realistische Singweise ab. In diesem Sinne beeindruckte sein Solo-Satz 'Fac, ut ardeat cor meum'."

Dolomiten-Zeitung, 24. April 2003
"... geht mit seinem ungekünstelten und deshalb glaubwürdigen Vortrag und seinem stimmlichen Gewicht in der Christus-Rolle auf."

Badisches Tagblatt, 22. April 2003
"Einen geradlinigen, charaktervollen Christus sang der Baß Johannes Mannov."

Münstersche Zeitung, 14. September 2001
"Der Star des Konzerts war indes Sänger Mannov. Der Kopenhagener Bass steuerte drei italie-
nische Vokalstücke von Händel bei, deren übersteigerte Liebesschmerz-Naturlyrik er trefflich zusammenfasste. Das Timbre der Stimme ist groß, fast ein bisschen knorrig, und kam an diesem Abend in Forte-Ausbrüchen besser zur Geltung als bei leisen Linien. Fast überraschend bei einem so mächtigen Bass seine phänomenale Geläufigkeit: Die perfekt gebunden gesun-
genen Koloraturen konnten verführerisch klingen (...), aber auch hart und bitter."

Westfälische Nachrichten, 14. September 2001
„Johannes Mannov macht das auf überragende Weise. Sein Bass klingt dabei durchweg rund und voll. Er nimmt vor allem durch sein zauberhaftes Timbre ein. Eine echt noble Stimme, die ganz leicht anspricht, auch in tiefer Lage, und fantastisch beweglich ist.“

Basellandschaftliche Zeitung, 14. April 2001
„Die Gestalt Christi erfordert einen abgeklärt sich anhörenden Bass. Johannes Mannov aus Kopenhagen durfte diese Rolle durchaus besetzen.“
 

Hörprobe