European Union Baroque Orchestra
* Generalmanagement
Vertretungen in Deutschland und
weiteren europäischen Ländern
sind nicht gekennzeichnet.

European Union Baroque Orchestra - Lars Ulrik Mortensen

BAROCKORCHESTER DER EUROPÄISCHEN UNION

Der Übergang vom Studenten- zum Berufsleben ist immer der schwierigste, das gilt für jeden Beruf – für talentierte Barockmusikstudenten aber wird diese Schwierigkeit nahezu zur Unmög-
lichkeit. Das Problem liegt in der Erfahrung: um in einem der Top-Orchester mitspielen zu kön-
nen, bedarf es einiger Berufserfahrung, allerdings kann diese Erfahrung nicht gewonnen wer-
den, solange man nicht in einem Top-Orchester spielt. Das EUBO überbrückt diese Erfahrungs-
lücke.

Jedes Jahr lädt das EUBO 100 talentierte junge Barockmusiker aus ganz Europa ein, an einem dreitägigen Probespiel teilzunehmen, das mit einem Meisterkurs kombiniert wird. Die ca. 25 er-
folgreichen Kandidaten, die meist aus mindestens 13 verschiedenen Ländern stammen und durchschnittlich 25 Jahre alt sind, verbringen anschließend sechs Monate miteinander: Mit inter-
national führenden Barockspezialisten, darunter Lars Ulrik Mortensen, Petra Müllejans, Enrico Onofri, Ton Koopman, Christina Pluhar, Chiara Banchini und Roy Goodman, gehen sie auf Tour-
nee und geben nach einer Probenphase mehrere Konzerte europaweit und in der ganzen Welt. Am Ende jedes Jahres siedeln die Studierenden dann in die Berufswelt über, und vom Vorspiel bis zum Abschluss beginnt das Ganze von vorn – für den nächsten Jahrgang. Mit diesem Auftrag war das EUBO so erfolgreich, dass heute in jedem Barockensemble von Rang und Namen ehe-
malige EUBO-Mitglieder mitspielen, darunter das Amsterdam Baroque Orchestra, Les Musi-
ciens du Louvre, English Concert, Europa Galante, Academy of Ancient Music, La Petite Bande, The King’s Consort, Concerto Copenhagen und Les Arts Florissants.

Seit 2008 ist das EUBO Residenzorchester in Echternach, Luxemburg, wo es im neu eröffneten Trifolion – Centre Culturel, Touristique et de Congrès und in Zusammenarbeit mit dem Festival International Echternach und der Stadt Echternach eine Konzertreihe unter dem Namen „Echter’
Barock“ bedient.

Das EUBO wurde als eine Initiative des Europäischen Musikjahres 1985 gegründet. Seitdem ha-
ben sich über tausend junge MusikerInnen in diesem Orchester profiliert. Die Arbeit des EUBO wird mit großzügiger Förderung durch die Europäische Kommission ermöglicht in Anerkennung der Tatsache, dass dieses einzigartige Trainingsprojekt nur auf paneuropäischer Ebene funktio-
nieren kann.

Das Barockorchester der Europäischen Union ist eine hochgeschätzte Ausbildungschance für junge Musiker. Ohne das EUBO wäre es für Profi-Barockorchester zweifellos schwierig, ihren hohen Standard aufrechtzuerhalten, und sicherlich würde die Vitalität der historischen Auffüh-
rungspraxis ohne seine Existenz empfindlich getroffen. Das Orchester hat seit 1985 nicht nur Hunderte junger Menschen inspiriert, die Mitglieder des EUBO waren, sondern auch Tausende Zuhörer, die die strahlenden Aufführungen miterleben durften. EUBO hofft, auch in Zukunft seine erfolgreichen Weg fortführen zu können.

LARS ULRIK MORTENSEN

Lars Ulrik Mortensen genießt einen ausgezeichneten Ruf als Cembalist und Dirigent und zählt weltweit zu den führenden Vertretern im Bereich Alte Musik.

Die Liste seiner Einspielungen ist lang und er erhielt zahlreiche Preise für seine Aufnahmen, darunter den Diapason d'Or, den Cannes Classical Award, den dänischen Grammy sowie den angesehenen Léonie Sonning Music Prize 2007.

Lars Ulrik Mortensen begann zunächst ein Studium der Musikwissenschaft und wechselte später an die Royal Danish Academy of Music in Kopenhagen, um Cembalo zu studieren. Anschließend studierte er bei Trevor Pinnock in London. Es folgten zahlreiche Konzerte als Solist und Kammer-
musiker in Europa, Amerika und Japan. Von 1988 bis 1990 war er Cembalist des Ensembles London Baroque, von 1990 bis 1993 beim Ensemble Collegium Musicum. Schließlich siedelte er von England nach Deutschland über, wo er von 1996 bis 1999 Professor für Cembalo und Auf-
führungspraxis an der Hochschule für Musik in München war.

1999 wurde Lars Ulrik Mortensen zum künstlerischen Leiter von Concerto Copenhagen berufen und kehrte nach Dänemark zurück. Ein Jahr später machte er sein Debüt als Dirigent am König-
lichen Theater Kopenhagen und dirigierte hier in Folge zahlreiche Opern von Händel, Mozart und Monteverdi. Mit großem Erfolg waren unter seiner Leitung u.a. Händels „Giulio Cesare“ und Mo-
zarts „La Clemenza di Tito“ zu hören.

Schon seit vielen Jahren als Cembaloprofessor und Gastdirigent für das European Union Ba-
roque Orchestra tätig, wurde Lars Ulrik Mortensen im Jahre 2004 zu dessen musikalischem Leiter ernannt. Seither gab er mit dem EUBO über 60 Konzerte in ganz Europa.

Franken-Magazin, September / Oktober 2009
„Mit dem European Union Baroque Orchestra stand hier ein junges, engagiertes Ensemble zur Verfügung, das nach 'alter' Manier, also vibratolos spielte, auf 'historischen' Instrumenten, und das von Lars Ulrik Mortensen vom Cembalo aus mit vollstem körperlichen und mimischen Ein-
satz geleitet wurde. (...) Auch Bachs D-dur-Cembalo-Konzert, fein hingetupft und mit virtuosen Trillerketten versehen von Mortensen, von den Streichern filigran akzentuiert, endete in einem Finale, das alle Schwermut und Sorgen wie übermütig hinwegwischte (...) alles endete fröhlich und tanzhaft 'in Zufriedenheit' - und natürlich in einem Beifallssturm des Publikums."

The Scotsman, 28. August 2009
„Danish harpsichordist Lars Ulrik Mortensen exerted his own flamboyant influence on the young instrumentalists of the EUBO (...) Most of all, the occasion was marked by fun and enjoyment. To see young players on period instruments, smiling and swaying as they go about what is, traditio-
nally, a rather stuffy business, was a truly refreshing sight [Edinburgh International Festival]."

Fränkische Landeszeitung, 7. August 2009
„Ein glockenklarer Sopran schwingt sich federleicht über einen so dichten wie durchsichtigen Orchestersatz, in dem jede Instrumentenstimme wie unter einer imaginären Lupe zu verfolgen ist. Keine Utopie aus dem Traumbuch der Barockmusik-Liebhaber, sondern klingender Ab-
schluss des musikalisch prallvollen Ansbach-Tages bei der Bachwoche. Zum zweiten Orches-
terkonzert hatte man den Cembalisten und Dirigenten Lars Ulrik Mortensen samt seinem 'Euro-
pean Union Baroque Orchestra' in die Orangerie gebeten. (...) das Niveau, mit dem Mortensen und Co. musizieren. Auch in Ansbach zeigt er sich als brillanter Virtuose (...) Hier stimmt jeder Einsatz, wird selbst das kleinste Diminuendo, die winzigste Arabeske mit liebevoller Akribie ausgeformt. Dennoch bleibt das große Ganze stets im Blick. Eine Sternstunde der musikali-
schen Menschlichkeit."

Frankfurter Allgemeine Zeitung, 10. August 2005
„Wahrhaft weltläufig ist das EUBO schon mit seinen Ensemblemitgliedern aus derzeit zwölf europäischen Ländern. (...) Das EUBO riß die Zuhörer mit seinem musikantischen Feuer, seiner klanggestischen Überzeugungskraft, seiner elektrisierenden Spiellust in Werken von Telemann, Muffat, in Pisendels Konzertsatz und zwei Cembalokonzerten Bachs schier von den Stühlen."

Fränkische Landeszeitung, 8. August 2005
„Überraschend ist vieles an diesem Konzert mit dem 'European Union Baroque Orchestra' (...) Voller Energie und bissiger Aggression nimmt Mortensen auch die anapästischen Rhythmen des dritten Satzes. Erstaunlich ist dabei sein fehlerfreies, magisch sicheres Gestalten des Soloparts, das Orchester folgt den gegensätzlichen Höhenflügen gut (...) Jede Artikualtion ist abgesprochen, die Analogien zwischen Solo und Tutti glasklar übernommen. (...) Bewunderns-
wert differenziert unterscheidet Mortensen Struktur und Farbe auch in den Sätzen der Muffat-Sonata, offenbart sich einmal mehr als geistesgegenwärtiger Gestalter und Rhetoriker (...)"

Nürnberger Zeitung, 6. August 2005
„Mit dem European Union Baroque Orchestra und Lars Ulrik Mortensen am Pult waren hoch-
motivierte junge Instrumentalisten am Werk, die ihre interpretatorischen Absichten zeitweise barocken Gefilden widmen. Ein schöner Beweis, welch reizvolle Herausforderung die Aus-
einanderseztung mit J.S.Bach junge Musikergenerationen bedeuten kann."

Kölnische Rundschau, 28. Juni 2003
„Das gefällige Concerto für drei Violinen gelang dem jungen Konzertmeister Nicolas Mazzoleni und seinen beiden Mitspielerinnen Lidewij van der Voort und Lina Tur-Bonet so berückend schön und leichtfüßig, dass es dafür völlig zu Recht einen Bravoruf und anhaltenden Applaus gab. (...) Pointiert phrasiert und reich verziert floss die Musik durch den Raum. (...) Die Streicher beein-
druckten hier durch große Sicherheit und Präzision (...) Prunkvoll und unverstaubt wurde hier musiziert, lebensfroh und so vital, dass die Zuhörer ihre helle Freude daran hatten."

The Times, 28. Juni 2003
„These two violinists, though, will surely soon be at the very forefront of period instrument practice, with their minutely tuned ears, imaginations and sophisticated technique."

Aachener Zeitung, 28. Juni 2003
„Freudige Blicke und lächelnde Zustimmung begleiteten die ständige musikalische Zwie-
sprache, hoch gespannte Nähe wie schelmische Lockerheit. (...) Die Bögen der drei Solisten ersetzten den Dirigenten mit Präzision, Brillanz, beglückendem Zusammenspiel und den reizvollsten Harmonien im Largo."

Kleine Zeitung, 27. Juni 2003
„Immer wieder erstaunt dieses multinationale, geschlechtermäßig paritätisch besetzte En-
semble mit differenzierter, ausgefeilter Interpretation."

Kölner Stadt-Anzeiger, 25. Juni 2003
„Auf künstlerischen Anspruch sowie hohen Unterhaltungswert legten die Akteure gleichermaßen Wert. (...) Schon zu Beginn begeisterten die hervorragenden Nachwuchskünstler aus ganz Euro-
pa das Publikum mit festlichen und herzlichen Klängen."
 

Hörprobe