Ingrid Haebler
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Ingrid Haebler

Klavier

Am 20. Juni 2019 wird Ingrid Haebler, „Madame Mozart!“, die große Dame des Mozart-Spiels, 90 Jahre alt. Wir gratulieren sehr, sehr herzlich und wünschen alles, alles Gute! Kurz vor Vollendung ihres 80. Lebensjahres hatte sich Ingrid Haebler entschieden, nicht mehr öffentlich aufzutreten.

Sie kam in Wien zur Welt - und das war Vorsehung und Programm für ein ganzes Leben. Ingrid Haebler studierte in Wien und Salzburg, hier lernte sie bei Heinz Scholz Mozart zu spielen, es folgten Studien bei Nikita Magaloff und Marguerite Long. Die große Karriere begann 1954, als Ingrid Haebler in Genf den Internationalen Schubert-Wettbewerb und in München den ARD-Wettbewerb gewann. Seitdem konzertierte sie auf allen Kontinenten mit den großen Orchestern dieser Welt und unter den großen Dirigenten unserer Zeit. Im New Yorker Lincoln Center im Rahmen des Mostly Mozart Festivals feierte sie wahre Triumphe, ganz abgesehen von ihren jährlichen Herbst-Konzertreisen nach Japan. Als "stille Sensation" empfanden die Salzburger Nachrichten ihre Konzerte, als sie 1998 noch einmal im Rahmen der Salzburger Festspiele auftrat, im gleichen Jahr begeisterte sie als Solistin des Oslo Philharmonic Orchestra unter Leitung von Sylvain Cambreling. Ihre letzten Konzerte in Amsterdam, Bonn, Leverkusen und Wuppertal wurden vom Publikum mit „standing ovations“ und von der Presse mit enthusiastischen Kommentaren gefeiert.

Jeder Musikfreund weiß, dass Ingrid Haebler zahlreiche Schallplatten aufgenommen hat, vor-
rangig mit Werken der Wiener Klassik, mit Mozart und Schubert als Zentrum ihres künstlerischen Wirkens. Viele ihrer Aufnahmen wurden mit renommierten Schallplattenpreisen ausgezeichnet. Ingrid Haebler hat nicht nur sämtliche Mozart-Klavierkonzerte eingespielt, sondern auch alle Schubert-Sonaten. Ihre Neu-Einspielung aller Mozart-Sonaten auf CD wurde mit internationalen Preisen ausgezeichnet. Der Pariser "Figaro" betitelte sie in diesem Zusammenhang mit "Madame Mozart"! Gerhard Bauer schrieb im Kölner Stadt-Anzeiger „Die Mozart-Sonne - Die Tonkunst der Ingrid Haebler strahlte und wärmte.“ (November 2005). Und Gerhard Rohde lobte in der FAZ „die klare Tiefe ... der idealen Mozartpianistin“ (Juni 2006).

Anlässlich ihres 90. Geburtstages widmete Robert Nemecek Ingrid Haebler ein ausführliches Porträt in den Piano News (Ausgabe Mai/Juni 2019): „Obwohl sich Ingrid Haebler auch als hervorragende Schubert- und Schumann-Interpretin zu profilieren vermochte, blieb Mozart doch das Zentralgestirn ihrer Künstlerexistenz. Mit ihm feierte sie ihre größten Triumpfe, und ihre Mozart-Aufnahmen zählen zu den größten interpretatorischen Leistungen des 20. Jahrhunderts.“
 

Sie kam in Wien zur Welt - und das war wohl führende Vorsehung und Programm für ein ganzes Leben. Studiert hat Ingrid Haebler in Wien und Salzburg, hier bei Heinz Scholz, an den sie noch dankbare Erinnerungen hegt - lernte sie doch bei ihm Mozart zu spielen. Weitere Studien betrieb sie bei Nikita Magaloff und Marguerite Long.

Ingrid Haeblers Karriere begann 1954, als sie in Genf den Internationalen Schubert-Wettbewerb und in München den ARD-Wettbewerb gewann. Seitdem ist sie, wie man so sagt, im weltweiten Konzertleben zuhause und hat auf allen Kontinenten konzertiert - mit den großen Orchestern dieser Welt, unter den großen Dirigenten unserer Zeit. Zuletzt feierte sie im New Yorker Lincoln Center im Rahmen des Mostly Mozart Festivals 1995 und 1997 wahre Triumphe, ganz abge-
sehen von ihren jeweils im Herbst stattfindenden jährlichen Konzertreisen nach Japan.

Als "stille Sensation" empfanden die Salzburger Nachrichten ihre Konzerte bei den Salzburger Festspielen 1998, im Herbst 1998 begeisterte sie als Solistin des Oslo Philharmonic Orchestra unter Leitung von Sylvain Cambreling, und ihre jüngsten Konzerte im August und November 2005 in Bonn, Amsterdam, Leverkusen und Wuppertal wurden vom Publikum mit standing ovations und von der Presse mit enthusiastischen Kommentaren gefeiert: "Die Mozart-Sonne – Die Tonkunst der Ingrid Haebler strahlte und wärmte" (Gerhard Bauer / Kölner-Stadt-Anzeiger).

Jeder Musikfreund weiß, dass Ingrid Haebler zahlreiche Schallplatten aufgenommen hat, mit Werken der Wiener Klassik zumal, mit Mozart und Schubert als Zentrum ihres künstlerischen Wirkens. Viele ihrer Aufnahmen wurden mit grossen Schallplattenpreisen ausgezeichnet. Ingrid Haebler hat nicht nur sämtliche Mozart-Klavierkonzerte aufgenommen, sondern auch alle Schubert-Sonaten. Ihre Neu-Einspielung aller Mozart-Sonaten auf CD wurde mit internationalen Preisen ausgezeichnet. Der Pariser "Figaro" titelte in diesem Zusammenhang: "Madame Mozart"!

Vor zehn Jahren, kurz vor Vollendung ihres 80. Lebensjahres, entschied Ingrind Haebler, nicht mehr öffentlich aufzutreten. Am 20. Juni 2019 wird Ingrid Haebler 90 Jahre alt.

Frankfurter Allgemeine Zeitung, 20. Juni 2006
"Wer Ingrid Haebler über die Jahrzehnte immer wieder in Konzerten oder Kammermusikabenden erleben durfte, war beeindruckt von der Klarheit und Lebendigkeit ihres Mozart- Haydn-, Schubert- und Schumannspiels.(...) Expressivität und spielerische Brillanz fanden sich in oft bestrickender Balance. Haeblers Mozartspiel zeichnete sich durch feine innere Gespanntheit und Gelassenheit aus, aber auch durch eine Weite des Gefühls, die den Komponisten mit seiner Ausdrucksmacht ins nächste Jahrhundert verwies, ohne dabei die stilistischen Grenzen zu verletzen: auch dies ein perfekter Balanceakt."

Kölner Stadt-Anzeiger, 8. November 2005
"Doch erst wem es dann noch gelang, diesem struktur-strengen Ernst eine sanfte Poetisierung zu schenken oder Akzente als gleichsam halbe Ausrufungszeichen mitten im Satz zu setzen, wem dies also gelang, der war im Mozart-Kosmos eine Sonne. Als Ingrid Haebler im Erholungs-
haus nun einen Klavierabend mit Werken von Mozart gab, da leuchtete, strahlte und wärmte ihre Kunst wie eh und je. (...) Es war ein wissendes Mozart-Spiel der geistigen Größe und seelischen Reife, eine Sensation der Stille. Und weil solche Sensationen in unserer Zeit immer seltener werden, muss unser Dank umso inniger, wenngleich auch um so hilfloser, ausfallen. Aber wie könnte es im Angesicht der Ewigkeit schon anders sein."

Taunus Zeitung, 20. September 2005
"Am Flügel unterstrich Ingrid Haebler den schmeichelhaften Charakter des Konzertes. Mit sanfter und behutsamer Tongebung brillierte sie besonders im Binnensatz, den sie mit spannungs-
reichen und zart gestalteten Melodiebögen gestaltete. In den Ecksätzen knüpfte sie an alte Tradi-
tionen an, klassische Werke nicht zu temperamentvoll anzugehen."

Nieuwe Rotterdamsche Courant Handelsblad, 30. August 2005
"Piano-Legende Haebler spielt Mozart mit Liebe! (...) Sie ist eine Koryphäe aus lange vergan-
genen Jahren und inzwischen eine Legende. (...) Und das hört man an ihrem graziösen, ein-
fühlsamen Spiel, woraus auch ihre warme Persönlichkeit hervortritt. Äußerlichkeiten sind nicht von Belang, Haebler erkundet die innere Seele der Musik mit liebevoller Andacht für Struktur und Klang."

Trouw, 31. August 2005
"Ihr Mozart-Spiel hat noch nichts an Klarheit eingebüßt und scheint an Aussagekraft nur zuge-
nommen zu haben in den vergangenen 25 Jahren. (...) Im ersten Teil wußte Ingrid Haebler mit wenigen Mitteln viel musikalische Effekte zu erzielen. Die Balance mit dem klar und leicht spielenden Orchester war großartig. Im Largetto war die Einfachheit von Haeblers Einsatz ergreifend."

 

Hörprobe